MINOX NVD650
Von Junge Waidwerker am 12. Mai 2019

Auf der Suche nach einer Alternative zu teuren Nachsichtgeräten oder einer Wärmebildkamera bin ich auf das Minox NVD 650 gestoßen. Der Preisunterschied zu anderen Geräten bekannter Hersteller ist schon enorm, daher waren meine Erwartungen zunächst durchwachsen. Dennoch entschied ich mich dafür, dieses Gerät zu bestellen und keine 24h später ist es auch schon eingetroffen!

Schon beim ersten Einschalten ist aufgefallen, dass die Bedienung sehr einfach und gut verständlich ist und die beiliegende, deutsche Anleitung letzte Fragen auf Anhieb beantwortet.

Nach einigen Ansitzen kann ich sagen, dass das Gerät das Ansprechen speziell in der Dämmerung enorm erleichtert und für 100%ige Gewissheit sorgt. Auf ca. 200m lässt sich sowohl das Schmaltier hervorragend vom Alttier unterscheiden, als auch ein Spießer inmitten eines Rudels herausselektieren.

Auch in der tiefsten Dunkelheit kann man mittels drei verschiedener Lasereinstellungen buchstäblich die Nacht zum Tag machen. Auf einer Distanz von 150m ist es kein Problem die Striche einer führenden Bache zu erkennen und genauso bspw. den Pinsel bei einem Überläuferkeiler.

Man kann also sagen, dass das Gerät die Schussdistanz eines durchschnittlichen Jägers hervorragend abdeckt und bei Nacht sowieso überschreitet. Die angegebene Reichweite von Minox (350m) ist auf jeden Fall realistisch. Auch auf eine deutlich weitere Distanz lässt sich zumindest noch erkennen, dass Wild auf einer Fläche steht, ein genaues Ansprechen ist hier natürlich nicht mehr möglich.

Die Foto- und Videofunktion ist ebenfalls gut, sofern man ein Stativ benutzt. Ohne werden Bilder und Videos etwas verwackelt und dadurch unscharf. Die Fotos/Videos (inkl. Ton) werden auf einer Mikro-SD gespeichert und können mittels beiliegendem Kabel schnell und unkompliziert auf dem PC oder Fernseher abgerufen werden.


Preis:

Im Internet gibt’s das MINOX NVD650 für 439€, dieser Preis lässt natürlich aufhorchen und genau deshalb habe ich mich in diesem Fall für dieses Gerät entschieden!


Fazit:

Es kommt natürlich immer drauf an in was für Revieren man Jagd und wie man die Jagd am meisten und vor allem liebsten ausübt. Ein Vergleich zu den Top Wärmebildkameras in einem riesigen Feldrevier auf der Pirsch wäre utopisch.

Jedoch ist auch ganz klar, für den passionierten Ansitzjäger, welcher auch ab und an mal auf der Jagd seine Kanzel verlässt, ist dieses Gerät optimal und lässt meiner Meinung nach keine Wünsche offen – vor allem bei dem Preis!

Wer eine Ergänzung zu seiner Wärmebildkamera sucht und "preisgünstig" aufrüsten möchte, ist mit der Minox NVD 650 ebenfalls bestens beraten!


vielen Dank für eure Aufmerksamkeit, ich hoffe euch gefällt der Bericht!

Euer Junge Waidwerker Team



Kommentare

south-hunter

moin,

super bericht :-) dann hab ich mir ja was ordentliches gekauft. leider hatte ich noch nicht viel zeit um es ausfühflich zu benutzen aber die ersten male waren schon sehr ordentlich.
ich denke in dem bereich nachtsicht wird noch einiges passieren. ich habe es beim fotoladen um die ecke gekauft :-)

Benedikt

Interessanter Bericht!
Wie reagiert denn das Wild (besonders Schwarzwild) auf den eingebauten Laser? Ist der für das Wild unsichtbar? Welche Wellenlänge gibt Minox hier an? Kann hierzu leider keine genauen Angaben finden.
Wmh

Junge Waidwerker

Moin
Uns ist bisher nicht aufgefallen das sich eine Wildart am Laser gestört hat und bis auf Rotwild haben wir jede heimische Schalenwildart dadurch begucken können.
Das Gerät bietet zusätzlich eine Picantinny Schiene auf der man einen externen Laser installieren kann.

Alex H.

Schöner Bericht,

aber Leute, das hatten wir doch schon hier.

Außerdem gibts das gleiche Gerät nur mit anderem Branding von Bestguarder und Bushnell.

Auf eBay bekommt ihr das Bestguarder 6x50 unter 180,-€.

Und ja, es ist ein klasse Gerät. Kann ich jedem Jäger empfehlen. Beim letzten Licht kann kein Zeiss der Welt diese Gerät schlagen. Und natürlich in völliger Dunkelheit absolut Konkurrenzlos in der Preisklasse.

Ich würde noch erwähnen, dass die Batterien für nicht viel mehr als einen langen Ansitz reichen. Auf der seitlichen Picatinny-Schiene könnt ihr aber einen zusätzlichen IR-Aufheller anbringen, dann habt ihr mit der Batterie gar kein Problem mehr. Den IR-Aufheller kann man dann auch in 940nm nehmen, wenn man absolut sicher sein will, dass das Wild nicht reagiert. Würde es gerne mal mit einem Laserluchs IR-850 Pro testen.

Aber von der Reichweite habt ihr auch so bis über 200m kein Problem nachts.

Weiterhin wäre hier zu erwähnen, dass es stört, wenn ihr Äste oder ähnliches im Weg habt. Das reflektiert so stark, dass ihr auf Distanz nichts mehr seht. Also bitte auf freie Sicht achten. Mit dem Gerät durch ein Gebüsch zu spähen mit Gräsern oder irgendwelchem Bewuchs vor der Linse geht nicht.

Aber ohne das Bestguarder (gleiches wie Minox, etwas anderes Linsengehäuse vorn) geh ich nicht mehr raus.

Überlege mir, das schwere 8x56 gegen eine leichteres Glas zu wechseln, weil ich in der Dämmerung sowieso nur noch hiermit arbeite.

Grüße!

Junge Waidwerker

Moin

Vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar! Mit der Laufzeit der Batterien hast du recht, max. 2 Ansitze dann sind sie leer - dies ist aber auch absolut üblich und genau gleich wie die Akkulaufzeit einer WBK.

Durch Gestrüpp gucken kannst du aber mit keinem Nachsichtgerät wenn der Laser an ist - daher haben wir das nicht als Vor- oder Nachteil aufgeführt. In diesen Fällen brauchst du dann eine WBK.

Viele Grüße und Waidmannsheil,
Jan

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