Fujinon Techno-Stabi 12x28
Von Jenniffer am 25. April 2019

„Ein Fernglas, dass ich immer dabeihaben kann, weil es so leicht ist? Zu schön um wahr zu sein?“ – Test des Fujinon Techno-Stabi 12x28

Welche Anforderungen stelle ich eigentlich an ein Fernglas und welchen Einsatzbereich hat dieses bei mir? Nun ich jage in einem Revier mit Feld- und Waldanteil. Das typische niederrheinische Niederwildrevier, würde man sagen. Hier gibt es (noch) keine Sauen. Nachtansitze sind daher nicht erforderlich.

Wir jagen in diesem Revier vom Ansitz aus, auf der Pirsch oder auf Treib- und Pöseljagden. Einen großen Teil der Zeit nimmt die Hege & Pflege ein. Oft bin ich im Revier unterwegs, ob nach Feierabend oder am Wochenende – nur mal eben eine Runde drehen oder die Fasanenfütterungen auffüllen – wie schön wäre es da ein Fernglas dabei zu haben, was im Auto so unauffällig ist, dass ich es immer dabeihaben kann und gleichzeitig so leicht ist, dass ich es während der Revierarbeit kaum bemerke. Oder auch auf der Pirsch, wo jedes bisschen „Gepäck“ schon zu viel ist. Gleichzeitig sollte dieses Glas jedoch ein sicheres Ansprechen des Wildes ermöglichen.

Um so größer war die Freude, als ich das Angebot von der bei mir im Kreis Kleve ansässigen Firma Fujifilm bekam, das Fujinon Techno-Stabi 12x28 einen Langzeittest zu unterziehen.

Mein erster Eindruck, als ich das Packet öffnete und das Glas in den Händen hielt? „Ist das leicht!“ Kein Vergleich zu den Ferngläsern welche ich davor genutzt habe. Der zweite Eindruck: „Was für ein unglaublich klares Bild.“ Aber der Reihe nach…

Wie oben bereits erwähnt habe ich das Fernglas von Fujifilm/Fujinon für einen Langzeittest zur Verfügung gestellt bekommen. Die Erfahrungen und Angaben, die ich hier mache sind ohne Fremdeinfluss entstanden.

Fujifilm verbindet man zunächst mit Fotokameras und den dazugehörigen Objektiven. Ich selbst erinnere mich noch daran, die Filme für meine analoge Spiegelreflexkamera immer von Fujifilm gekauft zu haben. Doch das ist zu kurz gedacht. Die Ferngläser von Fujinon sind von dem marine Markt kaum noch wegzudenken und haben auch im militärischen Bereich ein Standbein. Diese beiden Bereiche finden ebenso „draußen“ statt wie unsere Jagd. Viele Anforderungen stimmen überein. Was liegt daher näher als die Ferngläser auch für den jagdlichen Gebrauch einzusetzen. Die Techno-Stabi Serie der Fujinon Ferngläser bringt als Besonderheit noch einen eingebauten Bildstabilisator mit.

Die Handhabung des Fujinon Techno Stabi 12x28 ist intuitiv einfach. Obendrauf ein Rädchen zum Anpassen der Schärfe an das eigene Sehvermögen, sowie der Ein- und Ausschalter für den Bildstabilisator. Anpassung der Augenmuscheln an Brillen- und nicht Brillenträger, durch Herausdrehen. Verstellmöglichkeiten in der Breite, je nach Augenabstand. Kurzum einmal in die Hand genommen und man kann das Fernglas blind bedienen.

Trägt man es in der Hand oder um den Hals ist das Glas mit seinen 0,42 kg so leicht, dass man es praktisch nicht bemerkt. Dies trotz des eingebauten Bildstabilisators.

Für ein unglaublich klares, kontrastreiches Bild sorgen die multivergüteten Linsen und phasenkorrigierenden Prismen. Die hohe Lichttransmission ermöglicht das Ansprechen von Wild auch während der Dämmerung.

Die Bildstabilisationsleistung ist enorm. Während einer Autofahrt über holprige Feldwege, zum Beispiel, wäre ein derart ruhiges Bild mit der freien Hand nicht möglich. Der Stabilisator korrigiert Vibrationen von +/- 3 Grad, auch jenseits der 10-fachen Vergrößerung.

Das Techno Stabi kann mit einer Batterie bis zu 12 Stunde betrieben werden. Sollte man einmal vergessen den Bildstabilisator auszuschalten, so verfügt das Glas über eine automatische Abschaltefunktion, welche den Stabilisator nach 10 Minuten deaktiviert.

Ohne die Aktivierung des Bildstabilisators kann man das Fujinon Techno Stabi als normales Fernglas benutzen.

Fazit: Ich möchte das Fujinon Techno Stabi nicht mehr missen. Es ist für meinen Einsatzbereich ideal. Während der Revierrundfahrt oder der Pirsch ist der Bildstabilisator eine Option die ich vorher nie in Betracht gezogen habe und mir nun nicht mehr wegdenken kann. Mit der 12 fachen Vergrößerung und dem scharfen, klaren Bild welches die Linsen liefern, ist das Glas auch für den Morgen- oder Abendansitz bis in die Dämmerung hinein, eine gute Alternative zu den sonst wesentlich schwereren großen Ferngläsern. Aufgrund des minimalen Gewichts und der Größe ist es für mich zu meinem „Immerdabei“ Fernglas geworden, welches ständig griffbereit auf dem Armaturenbrett meines Autos liegt. Das Preis-Leistungsverhältnis wurde hier von der Firma Fujinon mehr als nur beachtet. Wer, wie Fujinon, für ca. 790,- EUR ein Fernglas mit Bildstabilisator und einer beeindruckenden Bildqualität in einem super verarbeiteten, leichten Gehäuse anbietet, braucht sich hinter der Konkurrenz nicht zu verstecken. Probiert es doch einfach selbst einmal aus.

Mir bleibt noch der Firma Fujinon/Fujifilm (www) für die Unterstützung zu danken und euch allen ein kräftiges Waidmannsheil zu wünschen.

Viele Grüße, Eure Jenny.


Kommentare

Jäger Hofmann

Ich denke zwar immer : FÜR OPTIK GEBE MAL BESSER GELD AUS. Aber das klingt ja wirklich ganz spannend. Super geschrieben. Das ließt sich gut. Wünschte, ich könnte da mithalten ;-)

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