Wildschweinkeule mit Kräutermarinade
Von Jonas Reinhardt am 22. Februar 2019


Moin liebe Community,

beim Gear sind die Geschmäcker ja bekanntlich verschieden, kommen wir aber zum Essen eint uns alle vermutlich vor allem eins: Die Liebe zum Wild. Das nehme ich mir zum Anlass um mein Lieblingsrezept für eine Wildschweinkeule zu teilen. Warum ich das Rezept so stark finde? Die Vorbereitung ist minimal, das Ergebnis maximal. Aber überzeugt euch selbst.


Zutaten für die Keule + Marinade:
1 x Wildschweinkeule (Menge je nach Personenzahl)
150ml Olivenöl
3 Gepresste Knoblauchzehen
1 Prise Majoran
1 Prise Salz
1 Prise Pfeffer
3 in der Mitte zerteilte Lorbeerblätter
1 Stange Rosmarin
1 Prise Kräuter der Provence

Zutaten für das Gemüsedrumherum:
2 x Porreestangen
4 x Mittelgroße Möhren
2 x Tomate
2 x Speisezwiebel
4-5 x Stange Sellerie


Das Fleisch lässt man im Optimalfall 4h+ in der Marinade liegen (die Marinade sollte natürlich gut in das Fleisch massiert werden). Ich war etwas spät dran und habe es nur 1 1/2h liegen lassen, was aber auch gut funktioniert hat. Anschließend wird der Braten in eine sogenannte "Baeckeoffe-Terrine" in ein Gemüsebett gelegt. Der Topf findet ursprünglich im alemannisch-elsässischen Anwendung, wer interessiert ist findet hier Hilfe LINK.

Das Fleisch soll in der Marinade richtig schön durchziehen können.

Als nächstes wird eine halbe Flasche Wein in den Koch gefüllt, die andere in die Terrine. Je nach gusto kann auch etwas warmes Wasser mit einem Teelöffel Gemüsebrühe versetzt und beigegeben werden, damit ausreichend Flüssigkeit im Topf ist.



Auch wenn der Trend in eine andere Richtung gehen mag - man liest hier und da recht häufig - gare ich mein Fleisch durch. Das bedeutet, dass die Keule ab ca. 75° für mich gut und durch ist/sein sollte. Ich hatte eine 1,5kg Keule die ich bei 170° ca. 2 1/2h in den Terrine hatte, danach war sie perfekt.

Nach Ablauf der Zeit nehme ich das Fleisch aus der Terrine und lasse es noch einige Minuten unter einer Alufolie ruhen. So kühlt es a.) nicht ab und b.) entspannt sich noch etwas. Die Soße gewinne ich aus dem was noch in der Terrine verblieben ist. Einfach alles in einen neuen Topf geben und mit dem Zauberstab (wahlweise geht natürlich auch ein Mixer) durchziehen. Sollte die Konsistenz nicht passen, kann die Soße vorsichtig mit Wein und etwas Brühe gestreckt werden. Gewürzt wird hier auch nach gusto, hier gibt es nicht die eine richtige Lösung.

Als Beilage geht fast alles. Ich habe Kartoffeln in Würfel geschnitten und 10 Minuten lang im Topf gekocht. Danach die Kartoffel etwas im Topf durchschütteln, so dass die Seiten angeraut werden. Anschließend gibt man die Würfel für ca. 10-15 Minuten in die Friteuse, bis sie schön krosch sind. Eine nette alternative zu klassischen Tüften. Der Frau zu Liebe gab es dann auch noch einen Salat, aber das sei nun wirklich jedem selbst überlassen, denn mir ging es vor allem um das Fleisch und die Marinade.

Ich bin sehr gespannt auf eure Erfahrungen mit Wildschweinkeulen aus dem Ofen und freue mich auf die Kommentare.


Kommentare

Scharnhorst

... richtig gut geschrieben

... ich werde es bei meiner nächsten Sau genau so machen ! ! !

... ich denke aber das ich das Rezept an der Stelle mit dem Rotwein abändere und eine ganze Flasche in den Koch geben werde

Mit freundlichen Grüßen

Danke dir ...

Jonas Reinhardt

Danke für das klasse Feedback, freut mich! Die Flüssigkeit kann natürlich nach Belieben angepasst werden, es soll ja auch nichts trocken werden ;-) Guten Appetit und Prost!

Carl M. Lidl

Klingt lecker!