KKC Schaft: 2 Jahre Erfahrung
Von ThermoJagd TJ5 am 3. Januar 2019

Hallo und frohes Neues an alle hier in der Community,

ich möchte euch eine meiner besten Anschaffungen der letzten Jahre vorstellen: Meinen KKC Schaft aus Norwegen.

So sieht er aus! Ich habe vor lauter Detailbildern vergessen, die ganze Waffe zu fotografieren. Sorry! (Copyright: KKC.no)

Ich hatte eine 101 gekauft und war zwar mit der Waffe einverstanden, nicht aber mit dem dazugehörigen Schaft. Der war nicht gut ausbalanciert und dem günstigen Preis entsprechend verarbeitet. Ersteres störte mich da mehr als letzteres. Wir deutschen sind ja bekanntlich Banausen was Schäftungen von Büchsen und natürlich auch Flinten betrifft. Ich für meinen Teil habe festgestellt, das nicht nur bei Flinten "der Schaft trifft" sondern auch beim schnellen oder intuitiven Kugelschuss. Daher habe ich investiert und bin nach zwei Jahren intensiver Nutzung sehr angetan.

Die Verstellmöglichkeiten sind:

- Hinterschaftlänge über die Pads, die man Scheibenweise dazu und weg nehmen kann.

- Höhe des Rückens, über ein Tool, welches sich im Riemenbügelhalter befindet.

Eine clevere Lösung, das Tool zur Verstellung des Schaftrückens ist immer dabei.

Der Vorderschaft ist breit ausgeführt, wie bei typischen Varmintschäften. Gut für eine sichere Auflage aber auch ergonomisch gut bei freihändigen Schuss. Der KKC Schaft ist für einen Holzschaft mit den Verstellmöglichkeiten relativ leicht, bietet aber eine tolle Balance. Das Material ist Schichtholz und der gesamte Schaft ist sehr gut verarbeitet. 

Der Vorderschaft ist breit ausgeführt. Dadurch angenehm in der Hand liegend, ohne zu verkannten.

Das wirklich tollste ist jedoch die Ergonomie des Pistolengriffs. Ich habe diesen erstmalig in der Hand gehabt und war sofort hin und weg. Hier hat sich jemand RICHTIG Gedanken gemacht. Und was mich am meisten zu diesem Bericht motiviert: Das Gefühl lässt nicht nach!! Nahezu jedesmal, wenn die Waffe in den Anschlag geht, denke ich daran, wie gut sich das anfühlt, wie sehr man "eins wird" mit der Waffe. Und das macht mich sicherer beim Schuss und erfolgreicher auf der Jagd.

Das Highlight ist der Pistolengriff. Ich habe nichts vergleichbaren je in den Händen gehalten. Man wird "eins mit der Waffe".

Vorteile:

+ Super Verarbeitung

+ Nahezu perfekte Ergonomie

+ Verbesserte Schußleistung des Schützen (In meinem Falle)

Nachteil:

- Hier ist eigentlich nur der Kostenpunkt von gut 700 Euro zu nennen. Auch musste das System meiner S101 fachmännisch gebettet werden, was zusätzliche Kosten generiert.

Zusammenfassung:

Man nimmt eine Menge Geld in die Hand und der Aufwand mit Bettung ist nicht unerheblich. Ich bin aber der klaren Meinung: Das lohnt sich, denn man gewinnt an Treffsicherheit durch die perfekte Ergonomie. Für alle, die drei Mal im Jahr vom Hochsitz auf 70m auf ein Reh Feuer geben, ist das vielleicht nix. Aber für alle die intensiv jagen und auch herausfordernde Situationen meistern wollen, für die ist die Einheit mit der Waffe ausschlaggebend.

Abschließend habe ich noch einen Optimierungsvorschlag an den Hersteller: Der Übergang vom Pistolengriff zur Kolbenhalssicherung ist etwas zu kanntig. Wenn man hier das Design etwas weniger Stufig macht, wäre das ein absoluter Traum.

Die Stufe hin zur Sicherung, die ist optimierbar. Vielleicht ließt KKC ja mit, wie auch andere Hersteller!?

WMH euch allen in 2019!!

Kommentare

Hans Forstmann

Mal was anderes als GRS, die hier auf GearTester und im Netz im allgemeinen eine deutlich höhere Präsenz haben. Finde ich gut!

Jäger Hofmann

Habe auch einen KKC! Ist das Geld wert, wenn man auf Ergonomie wert legt...

Jannis Hellmuth

Sehr Interessant, danke für deinen Bericht!

Marc Gorges

Toller ausführlicher Bericht. Danke für den Einblick in den KKC Schaftwelt.

Ober Jäger

Mich würde mal ein Vergleich zum GRS interessieren!?

Axel Zw

Sehr guter Bericht !!