Helikon-Tex Windrunner Windjacke
Von Brackenjäger am 9. September 2018

Ultraleichte Wind- und Tarnjacke für Frühjahr, Sommer und Herbst.

Helikon-Tex kommt aus Polen und ist in der Airsoft- und Bushcraft-Szene ein bekannter Name. Selbst Spezialeinheiten von Polizei und Militär rüsten sich mit ausgewählten Produkten von Helikon aus. Den Windrunner gibt es schon etwas länger, doch neu kommt er in einer für Jäger interessanten Farbe: Dem neuen Tarnmuster „Wildwood“ aus der Pencott Familie von Hyde Definition.

Dieses Muster sieht ein bisschen aus wie Optifade, das für Gore entwickelt wurde und ist, wie ich finde, ideal für den sommerlichen Laubwald geeignet. Es sieht nicht so „militärisch“ aus, wie zum Beispiel Flecktarn oder MultiCam.

Daher habe ich es mir vor Beginn der Bockjagd in diesem Sommer gegönnt. Trotz der Hitze im August sind lange Ärmel bei der Blattjagd nämlich nicht nur wegen der Tarnung, sondern auch wegen der Mücken unbedingt sinnvoll. Auch für die anspruchsvolle Bergjagd halte ich so eine leichte Überziehjacke für ideal. Nach dem schweißtreibenden Aufstieg ist das Federgewicht schnell aus dem Rucksack und schützt vor dem Auskühlungseffekt durch kalten Wind. Die Blattzeit ist lange vorbei. Zeit also für meinen zweiten geartest.

Der Windrunner ist eine Schlupfjacke, die über den Kopf angezogen werden muss. Sie wiegt gerade einmal 168 g (Gr.M) und hat doch alles was man braucht: Gummizüge an den Ärmelbündchen, eine elastische Zugkordel am Bund, Kinn- und Bartschutz am kurzen Frontreißverschluss und eine große Tasche vorn, die von beiden Seiten über RV-Öffnungen zugänglich ist. Darin finden sich zudem zwei kleinere Innentaschen, damit kleine Ausrüstungsgegenstände nicht vor dem Bauch rumschaukeln. Perfekt für den Blatter oder andere leichte Dinge. Wenn es mal richtig zieht, gibt es oben eine erstaunlich gut sitzende weil verstellbare Kapuze.

Das Material selbst ist superdünn, aber winddicht. Wasser perlt zwar ab, eine Regenjacke ist der Windrunner (nomen est omen) aber nicht. Für warme Tage ist unter den Ärmeln eine luftdurchlässige Zone eingearbeitet. Mit den Reißverschlüssen an den Taschen und am Kragen muss man ein bisschen aufpassen: Der dünne Stoff klemmt leicht ein. Ein kleiner Nachteil auf der Jagd: Der Windrunner ist nicht lautlos, raschelt aber weniger als manche andere leichte Kunstfaser- oder Mischgewebe-Jacke z.B. aus G1000.

Als Verbesserungsvorschlag (vielleicht liest ja jemand von Helikon mit) würde ich mir eine eingebaute Tasche wünschen, in die man die Jacke verpacken kann. Früher gab das wohl, aber meine Version hat dieses Feature leider nicht. Anmerkung: Inzwischen habe ich die Tasche gefunden. Meine Kritik ist daher hinfällig!

Vor allem für den Preis von ca. 55 € kann man ansonsten eigentlich nichts verkehrt machen.

Außer in dem vorgestellten Muster gibt es den Windrunner von Helikon-Tex übrigens noch in verschiedenen anderen Farben und wer nicht auf Tarnmuster steht, findet auch einen in Grün.

Rahmenbedingungen des Tests:

Jacke wurde zum vollen Preis selbst gekauft und in diesem Sommer auf der Ansitzjagd und beim Wandern getragen.

Kommentare

Carl M. Lidl

Super, vielen Dank!

Brackenjäger

Aufgrund eines Hinweises von einem zufriedenen Windrunner Besitzer habe ich nochmal geschaut und auch an meiner Jacke die integrierte Tasche entdeckt. Sorry für die zunächst geäußerte Kritik.

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