Krieghoff Semprio goes Africa
Von Trigger Diary am 14. Juli 2018

Allen Vorurteilen zum Trotz: spätestens seitdem ich zurück bin von meiner  Reise nach Namibia bin ich begeistert von dieser Waffe. Ich gebe zu, ich habe lange hin und her überlegt, welche Waffe ich zu diesem Abenteuer mitnehmen soll. Schließlich muss man sich – weit weg von zuhause – ja noch viel mehr auf sein Werkzeug verlassen können.

Ich habe mir im Vorfeld viele Fragen gestellt. Kaliber? Geschosstyp? Schalldämpfer? Handhabung (Repetiervorgang, Laden), Handling im Allgemeinen.

Aus einigen Gründen ist die Entscheidung dann für den Semprio gefallen: Kaliber 30.06 sollte auch für afrikanisches Wild passen, ganz nach der Devise „Treffersitz vor Kalibergröße“. Schalldämpfer, damit ich nicht mit nervigen Ohrenschützern durch die Hitze pirschen muss. Und mit dem für mich angepassten Schaft (gekürzt und Abzugseinheit etwas nach hinten versetzt, sodass ich mit meiner kleinen Hand perfekt an den Abzug komme) kam ich in den letzten Monaten einfach super gut klar. Auf der Jagd mit dem Semprio fühlte sich diese Waffe für mich an wie ein dritter Arm.

Natürlich hatte ich auch Bedenken. Wie leise würde ich die Waffe laden können? Und wie ist das mit dem ganzen Dreck und Staub in Namibia? Kann der Semprio das abhaben?

Ich nehme es vorweg: Leise laden geht einfach nicht. Ist die Waffe unterladen und ich will eine Patrone reinrepetieren ist das laut. Ist sie unterladen und ich will eine Patrone ins Patronenlager einlegen, muss ich die Waffe öffnen und das ist eben auch lauter als bei einem Repetierer anderer Hersteller oder bei Kipplaufbüchsen, ganz klar. Aber da ich das wusste, habe ich immer darauf geachtet, dass ich die Waffe frühzeitig „ready“ hatte. Der Jagderfolg ist dadurch nie gefährdet gewesen oder gar daran gescheitert.

Abgesehen von diesem einen eher negativen Aspekt bin ich von dem Semprio begeistert.

Viele fragen mich immer wie das Repetieren auf dem Zielstock denn gehe. Also ich konnte nach dem Schuss gar nicht mehr sagen wie ich repetiert habe, da es inzwischen völlig automatisch passiert. Auf den diversen Videoaufnahmen, die mein Jagdfreund aufgenommen hatte (zum Beispiel hier: https://triggerdiary.com/2018/05/27/krieghoff-semprio-goes-africa), konnte ich aber dann sehen, dass ich den Hinterschaft nach hinten gezogen habe zum Repetieren und das wirklich fix. (Auch zuhause auf dem Hochsitz, repetiere ich den Semprio so). Wie das Repetieren bei den freihändigen Schüssen war, versteht sich von selbst. Also ich bin mit keiner anderen Waffe schneller. Aber das ist sicher eine Übungsfrage und auch abhängig davon, ob man sich darauf einlassen möchte oder nicht. Da der Semprio aber eine der ersten Waffen für mich ist, ist das Repetieren damit für mich inzwischen in Fleisch und Blut übergangen und läuft so automatisch ab wie für viele andere, die einen „herkömmlichen“ Repetierer führen. Da ich auch noch einen Schalldämpfer auf der Waffe drauf habe, damit kaum noch Rückstoß habe und die Waffe ruhig auf dem Stock liegen bleibt, habe ich mein Ziel auch nach dem Schuss sofort wieder im Visier. Dass ich dank Schalldämpfer selbst als Schützin den Kugelschlag hören kann, ist auch von unschätzbarem Wert.

Der gummierte Schaft in Camouflage ist für mich und meine jagdlichen Einsatzzwecke auch unschlagbar. Abgesehen davon, dass ich ein Camo-Fan bin, ist der Schaft in dieser Ausführung einfach wie geschaffen für mich. Vollkommen unempfindlich hat er natürlich alle Robbereien durch Sand und Gras unbeschadet mitgemacht. Auch das System, von dem viele glauben, es sei schmutzempfindlich hat absolut keine Probleme gemacht. Und alle beschossenen Stück lagen entweder im Knall oder nach kurzer Todesflucht. Perfektionistisch wie ich bin, habe ich auch zwischen den Jagden einige Kontrollschüsse gemacht. Leider habe ich kein Bild davon gemacht. Aber ich habe damit Loch in Loch geschossen. Hinsichtlich Präzision gibts dann also auch nichts auszusetzen.

Dass ich mit Schaft, Abzugseinheit, Rückstecher etc. super zurechtgekommen bin, war klar, so war es ja auch schon auf der Jagd auf heimisches Wild.

Der Jagdführer Johny und der Fahrer fanden die Waffe übrigens so cool, dass sie unbedingt zum Abschluss der Reise noch Bilder von sich selbst mit dem Semprio haben wollten. Ich finde sie stand den beiden sehr gut.


Hier die Zahlen, Daten, Fakten zur Waffe, so wie ich sie führe:

Krieghoff Semprio Repetierbüchse (In-Line-Repetierer), Kaliber 30.06, Lauflänge: auf 50cm gekürzt (Standardlauflänge: 55cm), Universalabzugssystem, Kombihandspannung, Rückstecher im Abzug, Click-and-go Riemenbügel, schwarzes Rahmenfinish (Hart-Coat-Beschichtung), Lochschaft, Soft-Touch „Forest-Green“, WEGU-Gummikappe in 15mm, Schaftlänge 35cm. Schalldämpfer: Hausken JAKT XTRM 224.

Zielfernrohr: Leica Magnus 1,8-12×50 i L Absehen 4A mit Leuchtabsehen.

Aufkippmontage mit Zeiss-Schiene

Munition: Blaser CDC 30.06, bleifrei, 10,4 Gramm


Übrigens: Wer die Semprio einmal kostenlos und unverbindlich testen möchte kann den Semprio Testservice nutzen (www.krieghoff.de/service/semprio-testservice). Der Büchsenmacher bekommt auf Nachfrage bei Krieghoff einen Semprio zugeschickt und der kann dann ausgiebig getestet werden.


Ich habe den Krieghoff Semprio zur Verfügung gestellt bekommen. Insofern ist dieser Beitrag auch von Krieghoff unterstützt. Ich versichere, dass alle von mir gemachten Angaben (insbesondere auch die dargestellten Vor- und Nachteile der Waffe) auch meinen selbst gemachten Erfahrungen entsprechen.


Trigger Diary
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Kommentare

Franz Baumann

Ich finde es schlichtweg sehr mies, wenn Du die Plattform einzig dazu nutzt, um als Gegenleistung für die Krieghoff-Unterstützung die Waffe anzupreisen und von einer Reise zu berichten. Damit ist von vorneherein klar, dass es keine negativen Punkte, außer die, die dann schön geredet werden, geben wird. Hätte ich den letzten Absatz am Anfang gelesen, hätte ich mir das Durchlesen erspart. Denn um Krieghoff-Werbung zu stöbern und Dir Klicks zu generieren, ist mir die Zeit einfach zu schade. Hier geht`s nur um Promotion und Eigenwerbung. Ein ernst zu nehmender Test oder gar eine Hilfe für Jungjäger / Jagdreisende, ist das nicht mal im Ansatz. In diesem Fall würde buttons mit Firmennamen reichen, um von denen geschriebene Stories zu lesen. Wenn Du schon mit Bloggen und Tests Geld auf dem Rücken der Jagd verdienen möchtest, dann liefere was Qualitatives ab.

FlitzerTom .

@Franz Baumann
Genau meine Meinung

Durch solche Berichte wird der/die AutorIn absolut unglaubwürdig.
Es wäre eine feine Sache, wenn der Mod eingreifen würde und den Bericht löscht. Solche "Berichte" müssen von Beginn an unterbunden werden. Notfalls sollte bei einem weiteren "Vergehen" der Autor temporär gesperrt bzw. gebannt werden.

Liebes Geartester-Team, ihr seid am Zug....

Horrido und Waidmannsheil
Tom

Terrier__97

Wo ist das Problem? Sie weist deutlich darauf hin, dass sie von Krieghoff unterstützt wurde. Damit ist der Warheit doch genüge getan. Mir gefällt die Waffe nun auch nicht grade. Aber das spielt nun wirklich keine Rolle! Außerdem ist das nicht der einzige Bericht auf dieser Plattform, der ein gesponsertes Objekt behandelt (wie ich vermute). Wenn jemand die Möglichkeit hat kostenlos eine Waffe oder anderen Ausrüstungsgegenstand zu testen, freue ich mich wenn der- oder diejenige andere an den gemachten Erfahrungen teilhaben lässt.
In diesem Sinne...
Weiheil

Trigger Diary

Zum Thema Glaubwürdigkeit ein paar ganz unemotionale Fakten:

Mein Bericht über den Krieghoff Semprio ist im rechtlichen Sinne als "Werbung zu qualifizieren" (weil ich über ein Produkt schreibe, welches ich zur Verfügung gestellt bekommen habe).
Zur Kennzeichnungspflicht von Werbung existieren verschiedene rechtliche Vorschriften, die nebeneinander Geltung beanspruchen. Die wichtigste Vorschrift ist § 5 a Abs. 6 UWG. Dieser bestimmt, dass „unlauter handelt, wer den kommerziellen Zweck einer geschäftlichen Handlung nicht kenntlich macht..."

Daneben regelt § 6 Abs. 1 Nr. 1 Telemediengesetz (TMG), dass „kommerzielle Kommunikation“ in Telemedien, also insbesondere Internetangebote, klar erkennbar sein muss, ebenso die Personen, die dahinter stehen.

GENAU deshalb habe ich in meinem Beitrag auf die Hintergründe hingewiesen und damit den Bericht als "Werbung" deklariert. Mag sein, dass das für den Einen oder Anderen "neu" ist. Nichts desto trotz ist es korrekt.

Im Zusammenhang mit Schleichwerbung sind inzwischen eine Vielzahl an Urteilen gesprochen worden.

Ich kennzeichne sämtliche Beiträge (Berichte, Bilder, Posts, Stories, Artikel etc.) auf allen Medien, in denen ich aktiv bin.

Nicht nur aufgrund Gesetze, die hierzu existieren, sondern auch aufgrund des Kodex, den ich bei Einreichen des Berichtes (welcher übrigens vor Veröffentlichung freigegeben werden muss) zur Kenntnis genommen habe, kennzeichne ich weiterhin alle Beiträge, die Produkte zum Inhalt haben, die in irgendeiner Form unterstützt worden sind (in diesem Falle, durch ein zur Verfügung stellen der Waffe).

Hier der Kodex von dem ich hier rede:

Ich wahre Transparenz.
Um spannende und informative Berichte zu liefern teste ich Waffen, Ausrüstung, gehe auf Reisen, und schaue mir Dienstleistungen und Technologien an, die für Jäger und Jagd relevant sind.
In meinen Berichten ist das höchste Ziel, dass der Leser ein klares Bild aller Umstände und Variablen erfährt. Ich halte Ehrlichkeit und Transparenz über allem.

Ich zeige meine Zugehörigkeiten auf.
Alle Berichte sind unbeeinflusst und spiegeln ausschliesslich meine persönliche Meinung wieder. Gegenüber kommerziellen Partern mache ich klar, dass ihre ggf. geleistete Unterstützung keinen Einfluss auf meine Berichterstattung hat.
Eventuelle Zugehörigkeit zu einem in der Branche tätigen Unternehmen kennzeichne ich eindeutig und unmissverständlich.

Ich zeige kommerzielle Unterstützung auf.
Habe ich Unterstützung (monetär, sachlich oder anders) bei der Erstellung eines Berichts bekommen, so kommuniziere ich diese Unterstützung offen und eindeutig.

Ich verhalte mich auch ausserhalb von Geartester richtig.
Ich bringe die hier dargelegten Richtlinien auch auf meinen Social-Media-Kanälen und eigenen Seiten zur Anwendung.
Ich benutze keine Growth-Bots und kaufe keine Follower, Likes und Kommentare.
Ich mache mit den, nach EU-Recht, geforderten Hashtags #Advertisment oder #Anzeige darauf Aufmerksam, dass ich für einen Post bezahlt wurde.

Ich bin sicher, dass die beiden emotionalen Kommentatoren, nicht bis hier ans Ende gelesen haben werden.
Dennoch halte ich - hier ebenfalls etwas emotional - fest, dass sich die geäußerte Kritik m.E. wohl eher gegen die hohe Anzahl an Berichterstattern richten sollte, die ihre Werbung nicht kennzeichnen. Die beiden Kommentatoren mögen sich doch einmal umschauen.

Eine transparente Kommunikation (Kennzeichnung als Werbung) steht übrigens nicht im Widerspruch zu einer ehrlichen. Jedenfalls nicht per se. Und in meiner Lebenswelt schon mal gar nicht.

Beste Grüße und Waidmannsheil (Ich gehe jagen. Und zwar mit... na ihr wisst schon ;-)

PS: und wenn ihr noch etwas weiter nach unten scrollt, dann seht ihr noch mehr Werbung ;-)

FlitzerTom .

Einfach den letzten Abschnitt als Einleitung. Dann wäre es ok, aber in dieser Form ist es einfach nur "clickbait".
Auch enthält der Artikel Informationen (z.B. Und alle beschossenen Stück lagen entweder im Knall oder nach kurzer Todesflucht. ), die nichts mit der Waffe zu tun haben.

"Der Jagdführer Johny und der Fahrer fanden die Waffe übrigens so cool, dass sie unbedingt zum Abschluss der Reise noch Bilder von sich selbst mit dem Semprio haben wollten. Ich finde sie stand den beiden sehr gut." Dieser Satz könnte aus einer Modezeitschrift oder aus einem Tagebuch stammen.

"PS: und wenn ihr noch etwas weiter nach unten scrollt, dann seht ihr noch mehr Werbung ;-) "
Hier vergleicht man "Kuchenbacken" mit "Arschbacken". Irgendwie muss sich diese Seite auch finanzieren.

Der Bericht ist ziemlich lang, aber sagt kaum etwas aus. Kein Information über das System der Semprio, keine Angaben über Abzugsgewicht, Einstellmöglichkeit des Abzuges, (Vor)Bohrungen für Zielfernrohrmontage o.ä.. Alle hier angegeben Informationen über die Waffe selbst finde ich im jeden Kettner-Katalog. Eventuell habe ich eine andere Auffassung über die Vorstellung eines Produktes.

Franz Baumann

Trigger Diary, nein, es geht nicht um Andere, nicht um Recht, nicht um den Zweck von Geartester und nicht um Anzeigen auf deren Seite. Die Masse der in den letzten Jahren aufgetretenen Markenrepräsentanten, die als newcomer die Jagd neu erfunden haben, war wie der Eisberg in der Verkaufslehre. An der Oberfläche glänzte es. Mehr war da aber nicht. Es geht schlicht und einfach um Deinen Bericht als Markenrepräsentantin oder die Frage, ob ich als potentieller Käufer Geld für die Krieghoff ausgeben würde, weil Du mir einen Anreiz schaffst.

Aber, alles gut, es gibt Markenrepräsentanten, die einen mit top Infos versorgen, die eine Firma präsentieren und bei denen belegbar nachvollzogen werden kann, wo die Vorteile eines Produkts sind (bis auf ganz wenige ist die Masse der Blogger und Verkäufer auch in der Jagdbranche bald Geschichte). Die Folge – man zahlt als Käufer ohne nachzudenken mehr, denn man will dieses „Teil“ haben, diesen USP nutzen, besser aufgestellt sein, zu dieser Gruppe gehören, schlicht, kaufen. Man „glaubt“ diesem Repräsentanten, weil Substanz in all seinen Beiträgen steckt. Dein Bericht aber kann das nicht vermitteln. Jetzt waren wir aber nur beim ganz kleinen 1x1 des Marketing, nicht beim story-telling, nicht bei den Fotos und nicht bei der Sprache. Und weil man Dir ehrlich sagt, wie der Bericht ankommt, hast Du ein Problem. Dein Problem.

tombait_32

Der Bericht ist lesenswert und authentisch. Vor allem weil darauf hingewiesen wird, dass die Waffe von der Fa. Krieghoff zur Verfügung gestellt wurde. Die Autorin verhält sich hier rechtlich einwandfrei. Warum der Bericht jetzt auch noch inhaltlich zerpflückt wird, ist mir ein Rätsel. Es soll sich doch um einen Erfahrungsbericht handeln und eben nicht um perfektes Marketing. Vielleicht ist bei der Beurteilung des Berichtes auch etwas Neid dabei. Wer hätte nicht gerne eine „kostenfreie Jagdwaffe“ im Schrank!?

Franz Baumann

Es geht nicht um Recht, sondern um Inhalt, um was denn sonst auf einer Test-Seite... . Und da war nun mal nichts über bekannte Print-Infos hinaus. War auch kein Erlegungsbericht. Professioneller erwartet - ja, vielleicht beruflich bedingt. Sicher erwarte ich mir das aber als jemand, der aktuell eine Waffe für Reisen sucht, auf Geartester informiert werden möchte und noch dazu, wenn eine Firma wie Krieghoff dahinter steht oder sich - so - präsentieren läßt. Neid - daneben, da ich bis auf die Kipplaufbüchsen nur Büchsen eines Herstellers nutze. Das war dazu mein letzter Kommentar. Im Zuge der Marketingentwicklung ist das ausgelutschte Thema "Produktpräsentation durch schwache Zielgruppenvertreter" weitestgehend bald Geschichte.

Alex Martin

Auch wenn der Bericht über die Jagdreise m.E. etwas dünn ist und mich wenig anspricht, so verstehe ich nicht warum sich ein paar Kommentatoren so sehr über die Verbindung der Autorin zu einem Hersteller aufregen. Es ist relativ klar, dass es sich um Werbung handelt - schon bevor man bei dem Absatz ankommt, an dem es die Autorin schreibt.
@FranzBaumann:
Ein Großteil der Berichte hier bei Geartester stammt wahrscheinlich aus der Feder von Influencern, die sich an bestimmte Hersteller gebunden haben.
Viele der veröffentlichungsstarken Autoren, die jede Woche eine neues hochpreisiges Produkt präsentieren und "testen", bekommen diese von Herstellern zur Verfügung gestellt. Manche kennzeichnen das mehr oder weniger klar, manche gar nicht. Manche kennzeichnen ihre Werbung nur auf Instagramm, manche schreiben sich den Titel des Marken-Botschafters stolz in die Profilbeschreibung. Andere schwören Stein und Bein, alles nur privat aus der Freude des Berichtens heraus zu machen, halten aber auf jedem Foto jedes Herstellerlogo pefekt in die Kamera.
Ich gehe nicht davon aus, dass Geartester ihre Autoren auffordern wird, Unterstützungen von Herstellern eindeutig kenntlich zu machen. Der interne Kodex schreibt dies zwar vor, aber wie so oft ist die Nachprüfbarkeit eine andere Sache..

Jagdwiese

Also ich finde, dass es hier ein "von Jägern für Jäger "ist und sie schreibt in dem Bericht wie sie mit dieser Waffe unter extrem Bedingungen klar gekommen ist. Und das die Vorurteile die über diese Waffe kursieren für sie wärend der Jagd Überhaubt keine Probleme dargestellt haben.
Meiner Meinung hat sie das Produkt getestet und sich damit auseinander gesetzt und hat ihre Erfahrungen mitgeteilt wer mehr Informationen über Waffe oder Glas möchte kann sich die Herstelleranhaben auf deren Internetseiten anschauen.
In diesem Sinne Waidmannsheil.

Christian Barthel

Ich verstehe die hochemotionale, aufgeregte Debatte hier nicht. Der Bericht gefällt mir sehr gut - Werbung hin oder her. Die Krieghoff Semprio ist eine technisch inovative und sehr interessante Jagdwaffe, von der man selten etwas lesen kann. Für mich war an dem Bericht z.B. interessant und auch neu zu lesen, dass sich die Semprio sehr wohl aufgelegt vom Pirschstock schiesst und damit sehr wohl auch als Ansitzwaffe eignet. Gute Werbung ist nicht verwerflich und sagt nichts über die wirklichen, praktischen Qualitäten einer Jagdwaffe aus. Die Blaser R8 ist eine viel geführte Jagdwaffe und die Blaser-Werbung eine der häufigsten überhaupt. Ob die Blaser-Werbung gefällt oder nicht, liegt allein im Auge des Betrachters. Das aber die R8 eine der am weitesten verbreiteten Jagdgewehre ist und durchaus eine jagdpraktische Relevanz hat und zudem Blaser in der Produktentwicklung sehr inovativ ist, wird niemand abstreiten. Ob dieses Gewehr oder auch die Semprio persönlich gefällt, ist eine völlig andere Frage. Den Jägern würde insgesamt etwas mehr Offenheit und Toleranz in solchen Fragen anstehen, als ob es nicht genug andere jagdlich wichtigere Diskussionsthemen geben würde. Werbung (und ein aufgeklärter distanzierter Umgang damit) gehören zu unserer modernen Welt. Wer damit nicht klar kommt, sollte sich besser in seinem Wald verkriechen und dort besser bleiben als sich im Netz weltfremd zu echauffieren.

FlitzerTom .

@Christian Barthel: dieser Bericht hat folgende Mängel: 1. Der letzte Absatz sollte eigentlich zuerst kommen 2. Der Bericht enthält nicht viel Mehrinformation wie die Krieghoffseite 3. Keine Angaben über das Flüchtigschiessen. Wie reagiert die Waffe dabei, wenn ich gleich repetiere. Bin ich immer noch in der Nähe des Ziels oder haut mich der Rückstoss aus den Socken? 4. Es werden keine Schwachstellen der Waffe genannt. Bei einem 50er-Lauf im Kaliber 3006 kann als Schwäche darf gerne erwähnt werden, dass dadurch erhöhtes Mündungsfeuer sowie ein höherer Rückstoss entsteht. Auch wurde verschwiegen, dass ich bei dieser Lauflänge und Kaliber einen hohen Leistungsverlust habe. Tests haben ergeben, dass im Vergleich zur 308 die E100 fast identisch ist. Weiter Schwächen der Waffe kenne ich nicht, da ich diese Waffe noch nicht selbst in der Hand hatte. Ich selbst führe seit wenigen Monaten eine Rössler TItan 6 im Kaliber 308 und einem 47er-Lauf. Diese Waffe werde ich nach den ersten Drückjagden hier vorstellen. Danach habe ich genug Ansitze/ Pirschgänge hinter mir und die Waffe kam auch bei einer anderen Jagdart zum Einsatz. und nicht nur in der aufliegenden Schußpoistion. Obwohl mir die Waffe liegt und sehr gut schießt, gibt es dennoch ganz wenige "Schwachstellen", die ich ansprechen werde.

Christian Barthel

@FlitzerTom. Alles ok. Dass kannst du ja dann so machen. Bin gespannt auf Deinen Bericht. Mir geht es mit meiner Kritik der bisherigen Reaktionen vor allem um den recht emotionalen fast schon agressiven Ton. Ich finde das unter Jägern unnötig und wenig hilfreich. Die Erwartungen, alle Aspekte der Nutzung einer Jagdwaffe in einem Text abzudecken, erfüllen wohl die meisten Berichte bei Geartester nicht. Warum also plötzlich diese Aufgeregtheiten bei diesem Semprio-Bericht? Zu Deinen inhaltlichen Anmerkungen bzgl. des kurzen Laufes in Kombination mit der .30-06 Spr. Du hast damit absolut Recht. Aber das ist m.E. eine eher eine Kaliberfrage (30-06 vs .308) und hat mit der Krieghoff Semprio als Jagdwaffe nur bedingt zu tun. Noch einmal klar gesagt: Der Beitrag war für mich unterhaltsam und lesenswert. Er war nicht mehr und nicht weniger "Werbung" als die meisten Berichte hier auf Geartester. Wer umfangreiche, objektive Produkttests erwartet, liegt hier falsch. Selbst die Tests in der grossen Jagdpresse sind meist gesteuert und lanciert. Es geht mir bei Geartester um den Impuls, den Hinweis auf etwas Neues. Mich interessiert, warum jemand etwas gut oder schlecht findet und seine persönliche, eben subjektive Meinung dazu. Das macht es doch gerade viel spannender und authentischer als so ein umfassender, ausgeglichener, glattgebügelter Produkttest.
Und wenn die Autorin, das Produkt "geschenkt" bekommen hat, so what? Finde ich toll aber nicht weiter dramatisch. Tolle Fotos, interessante Jagdwaffe, unterhaltsamer Text. Das ist meine Meinung dazu - obwohl ich keine Semprio führe sondern eine R8, obwohl ich nicht 30-06 sondern 9,3x62 und 6,5x55 SE schiesse und obwohl ich der Jagd in Afrika persönlich nicht viel abgewinnen kann.

FlitzerTom .

@ChristianBarthel: Natürlich sind viele Bericht in den Jagdzeitschriften wohlwollend geschrieben. Besonders wenn es sich um bestimmte Waffen- oder Optikhersteller handelt. Beispiel: Auf der JuH in Dortmund habe ich mich mit Carl Lidl von Geartester über die Mauser M18 unterhalten. Carl, mein Kollege Carsten (absoluter Sauer- und Mauser-Fanboy) und ich sind der Meinung, dass besonders die Sicherung ( sehr laut und zu leichtgängig) viel Verbesserungspotential hat. Selbst der Mauser-Mitarbeiter konnte nach mehreren Versuchen die Sicherung nicht lautlos betätigen. Vor wenigen Monaten war ein Bericht dieser Waffe in der DJZ. Da wurde u.a. die Sicherung gelobt. Wer solchen Tests hundertprozentiges Vertrauen schenkt und das Produkt ohne persönlichen Test kauft, der ist selbst schuld. Meine Titan hat ein für den Ansitz perktes Abzugsgewicht. Der Feinabzug lässt den Schuss bei 750gr trocken brechen. Der ein oder andere Besitzer würde sich mit diesem Abzugsgewicht bei einem flüchtigen Schuss schwer tun. Für eine Änderung des Abzugsgewichtes muss die komplette Abzugseinheit ausgebaut werden.Das ist einfach ein Nachteil meiner Waffe. Im obigen Bericht wird aber kein Wort über das mögliche Abzugsgewicht verloren. Bei einem kurzen Lauf bekommt die Laufdicke eine wesentlich höhere Priorität. Im Bericht finde ich keine Angabe über die Laufdicke (bei mir 19mm) und keine Angabe über das Gewinde am Laufende (M15, M14 oder ein zöllisches Gewindemaß???). Eventuell kommt diese Eigenart zwecks meiner Tätigkeit als Ingenieur. Wenn ich ein neues Fremdprodukt verarbeite, dann beschäftige ich mich intensiv mit diesem Produkt. Privat verhält es sich nicht viel anders (Meine Frau bricht in Tränen aus, wenn ich mich mit einem Verkäufer oder Handwerker über ein Thema unterhalte). Ich möchte diesen Artikel keinesfalls komplett madig reden, aber leider ist er inhaltlich enttäuschend. Wäre ich jetzt in der Situation von TriggerDiary, dann würde ich der Fa. Krieghoff über die Waffe löchern, dass ich letztendlich als Kundenberater anfangen könnte

Christian Barthel

@FlitzerTom: Wer will das schon? Kundenberater bei Krieghoff werden? Lieber lass uns doch jagen gehen...Triggerdiary ist bestimmt keine Ingenieurin und kann das, was Du erwartest eben nicht erfüllen. Bei aller Begeisterung für die Ausrüstung und Technik ( ich bin da auch sehr anfällig) sollte man die Kirche im Dorf lassen und die Jagd und die Freude daran nicht vergessen. Das ist es doch auch was uns alle eint, trotz unterschiedlichster Auffassungen zum Drumherum.

FlitzerTom .

Kundenberater wäre auch nicht mein Ding. Flunkern bzw. Schönreden gehört nicht zu meinen Stärken. Freuen wir uns auf eine kommende Blattezeit, wo der ein oder andere Bock mit einer Semprio, R8 oder eine Titan 6 erlegt wird. Freuen wir uns auch auf die bald beginnende Krähenjagd. Uns allen wünsche ich ein kräftiges Waidmannsheil und fette Beute.

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