Jagdliche Deko selbst gebastet... :)
Von Christian Süß am 21. März 2018

Da im September 2016 meine Weiterbildung an einer Technikerschule beginnen sollte und ich dafür in meine erste eigene Wohnung ziehen musste, wollte ich mir vorher ein kleines Deko-Accessoire für meinen neuen Lebensabschnitt basteln.

Nach langem Überlegen kam ich auf ein Dekobrett. Da ich im Forst tätig war, kam ich an ein kostenloses Restholzbrett der Baumart Weymouthkiefer. Diese Holzart ist sehr leicht und lässt sich gut bearbeiten. Natürlich können auch andere Holzarten verwendet werden. Das wichtigste ist, das das Holz absolut trocken ist, sonst reißt es! Sehr dekorativ sind auch feste Äste im Brett.

Nun brauchte ich noch eine Gestaltungsidee... Da ich ein großer Fan von moderner Country Musik bin, kam ich auf den  Song "Huntin', Fishin' And Lovin' Every Day" von Luke Bryan. Da dieser Song auch zum großen Teil mein Lebensmotto ist, wählte ich dieses für das Dekobrett. (Habe den Song übrigens unten eingefügt, falls es jemanden interessiert... :) Ein sehr schöner Song wie ich finde!)

Als erstes schliff ich das Brett von allen Seiten mit einer Schruppscheibe für die Flex ab und danach schliff ich noch mit feinem Sandpapier drüber um es schön glatt zu bekommen.

Danach druckte ich mir den Spruch in gewünschtem Großformat aus, klebte es mit Tesafilm in der richtigen Anordnung auf dem Brett fest und bin mit einem Bleistift die Ränder der Buchstaben unter kräftigen Druck abgefahren, sodass Abdrücke auf dem Brett entstehen. Nun noch mit dem Bleistift auf dem Brett nachgezeichnet und das Ausfräsen konnte beginnen. 

Ich benutzte eine Oberfräse mit verschiedenen Fräsköpfen. Zunächst fräste ich die einzelnen Buchstaben mit einem feinen Fräskopf frei, wobei extrem vorsichtig gearbeitet werden muss. Einmal verrutscht und der Schriftzug ist dahin und die vorherige Arbeit war umsonst! 

Um noch einige weitere Features einzubauen, überlegte ich mir noch ein Bild von meiner Fasanenjagd in Pennsylvania (USA), die Patronenhülse meines ersten Rothirsch und einen alten Wobbler einzukleben sowie ein US-Wildwechselschild einzufräsen . Dafür fräste ich auch die Vertiefungen für die Felder aus.

Nun konnte die gesamte Innenfläche mit dem größten vorhandenen Fräskopf ausfräsen. Dabei wieder Vorsicht bei den Buchstaben! Den Rand von der Innenfläche habe ich schön geschwungen gestaltet. Den rechten Rand des Brett habe ich noch mit der Stichsäge aus Dekogründen abgerundet.

Zuerst wollte ich nur die Buchstaben braun streichen und den Hintergrund naturbelassen. Da mir dies jedoch hinterher nicht gefiel, habe ich es wieder abgeschliffen und nun den Hintergrund braun bepinselt und das Wildwechselschild in gelb und schwarz.

Nun noch die Utensilien eingeklebt und ich war fertig! :) Da ich es auf einen Schrank an die wand lehnen wollte, habe ich keine Aufhängvorrichtung angebracht. Dies kann jedoch jederzeit nachgeholt werden!

Ich empfehle die Schleif- und Fräsarbeiten nur im Außenbereich zu machen da es extrem staubt und dreck macht!!!

Ich benötigte einige Tage, da ich jeden Tag nur ein bisschen gemacht hab.

Bei der Gestaltung muss sich jeder für seinen eigenen Stil entscheiden... da gibt es keine Grenzen! Perfekt fürs Jagdzimmer! :)

Dieser Beitrag sollte ein kleiner Denkanstoß sein für alle Jäger, welche ein bisschen handwerklich geschickt sind und Spaß an sowas haben.

Dieses Brett wird mich nun mein Leben lang an meine schöne Zeit an der Technikerschule erinnern! :)


Beste Grüße und Waidmanns Heil,

Chris. :)


Kommentare

south-hunter

moinsen, sieht super aus:)

Christian Süß

Vielen Dank! :)

Jan Hüffmeier

sehr cool!!!

Waidmann

Wo kann man das bestellen ... ;-) ?!

Christian Süß

Nirgendwo.... 😉 selbst ist der Mann... 😁