Sako Hammerhead 170 grains 11 Gramm
Von Hunting Chris am 16. März 2018

Hallo zusammen,

bevor es los geht, möchte ich euch noch kurz etwas über mich erzählen,  ich heiße Christian bin 28 Jahre Jung und bin seit gut einem Jahr Jungjäger. 

Sicherlich denken jetzt einige, der hat ja noch gar keine Erfahrung und will uns jetzt hier erzählen was gut oder schlecht ist, kurze Antwort, so ist es.

Ich habe ohne Erfahrung angefangen aber ich habe über 1 Jahr sehr viel dazu gelernt, mich sehr viel mit dem Thema beschäftigt, sehr viel gejagt und ordentlich Strecke gemacht und genau deshalb mein Bericht.

Wie kam ich überhaupt zu dem Sako Hammerhead Geschoss? Ganz einfach, ich hatte am Anfang absolut keine Ahnung von Wirkung, Ballistik, Wildbretentwertung und all den Kriterien und deshalb habe ich einfach meinem Büchsenmacher Vertraut, welcher mir die Empfehlung zu dem Geschoss gab. Verschossen wurde das Geschoss übrigens in Kaliber 7x64 und 7x65R.

Was habe ich das Jahr über damit bejagt? In unserem Revier habe ich vom Fuchs, über den Waschbär und den Dachs, bis hin zum Rehwild und Schwarzwild so einiges erlegt.


Um euch einen besseren überblick zu verschaffen hier meine Hauptkriterien aufgestaffelt: jedes Kritrerium wird von mir mit Sternen bewertet, wobei maximal 5 *  die Bestnote wären und 1 * die schlechteste Note wäre:


Augenblickwirkung *** 
Wir fangen mit dem für mich wichtigsten Punkt an, die Augenblickwirkung.  Kurz und knapp, mit der Ausnahme von den Sauen lag bei mir alles im Feuer. Die Sauen (alle zwischen 25-55Kg) gingen in der Regel noch 15-30 Meter, am Anschuss war immer genügend Schweiß und die Pirschzeichen waren bei gutem Treffersitz sehr deutlich. 

Pirschzeichen nach Kammertreffer Schwarzwild 55 KG


Wildbretentwertung ***** 

Hier ist zu erwähnen, dass die Wildbretentwertung natürlich immer davon abhängt wie der Treffer sitzt. In meinen fällen kann ich nur sagen, Top! Wenn man kurz hinter das Blatt schießt keine Hämathome, oder größeren Schäden, selbst bei Treffern direkt auf dem Blatt ist alles im Rahmen. (Einschuss 2€, Ausschuss 5 Mark-Stück) Raubwild, mit Ausnahme vom Dachs, war nach dem Schuss in der Regel nicht mehr zu verwerten. (Balg)

Einschuss Innenseite Schwarzwild 23KG


Präzision ****

Bevor es auf den Hochsitz ging, wurde natürlich ausgiebig auf dem Schießstand getestet, ich gebe zu, meine Schießkünste waren Anfangs nicht die besten. (Ich wollte schon alles auf die Munition schieben) ein erfahrener Kollege hat mir dann bewiesen, dass ein Streukreis 3 Schuss auf 100m auch bei 24mm mit der Sakomunition möglich ist.


Verarbeitung ***
Die Munition kommt in einer schicken, schwarzen Kartonagen Verpackung daher, das Inlay ein Kunststoffhalter, sorgt dafür, dass die Munition nicht wild in der Schachtel rum her fällt. Achtung! Die Munition liegt wirklich nur in dem Kunstoffhalter, sollte man mal falschherum öffnen, fällt alles auf den Boden (Verbesserungspotential) Auch die Geschossspitzen sehen nicht immer gleich gut verarbeitet aus, was auf den ersten Eindruck ein wenig seltsamen erscheint, allerdings der Präzision nichts abtut.

Preis Leistung ****
Alles in allem kann man sagen das man hier ein vernünftiges Geschoss für einen fairen Preis (20 Schuss ca.55€) bekommt. Das Geschoss hat mich noch kein einziges mal im Stich gelassen, Blindgänger gab es noch nicht und deshalb werde ich auch weiterhin dabei bleiben.


Kurz und knapp, was zeichnet das Geschoss aus?

- sicherer Ausschuss

- geringe Wildbretentwertung


Ich hoffe euch hat der Bericht gefallen,

WMH!

Chris


Kommentare

jagd_osterzgebirge
Ich kann deine Erfahrungen nur bestätigen, habe am Anfang meiner jadglichen "Karriere" auch das Hammerhead verwendet, allerdings in 8x57IS. Hämatome hatte ich beim Rehwild so gut wie nie, dafür sind die bei nem Schuss hinter das Blatt noch 20-30m gegangen. Schwarzwild und Rotwild lag immer im Knall (Treffer hinter dem Blatt). Nach 1 Jahr Geco Plus werde ich demnächst wieder auf das Hammerhead wechseln
Carsten
Vielen Dank! Ich bin schon länger auf der Suche nach Erfahrungen mit dem hammerhead in 7x65R. Konntest du Unterschiede in 7x64 zu 65R feststellen?
Hunting Chris
Es freut mich wirklich, dass euch der Bericht gefällt und es ist schön zu hören, dass auch andere Jäger die gleichen Erfahrungen gemacht haben. Das verstärkt nur den Bericht. Einen Unterschied zwischen 7x64 und 7x65R konnte ich nicht feststellen. Meine Einschätzung: Das Geschoss ist ja doch sehr stabil, bei Schüssen hinter das Blatt, marschiert das relativ schwere Geschoss ziemlich Glatt durch, die Energieabgabe im wildkörper ist dadurch geringer.
Kirrknecht
Ich habe auch sicherlich 6 Jahre die Hammerhead in 8x57 IS aus einer R 93 Professional mit 50 cm Lauf auf Rehwild und Schwarzwild geschossen und kann deine Erfahrungen auch bestätigen. Kurze Fluchtstrecken, wenig bis keine Wilbretentwertung und sehr moderat zu schiessen. Gute Patrone.
Basti
@Carsten: Ich habe das Hammerhead 2 Jahre aus einem Drilling in 7x65R verschossen, hauptsächlich auf Rehwild. Aus meiner Sicht ist die Wirkung durchaus mit der 7x64 vergleichbar, die Präzision war Top, Mir war es jedoch zu grob, da ich grundsätzlich hinters Blatt schieße und des Öfteren den Waidsack durch die Wucht angerissen hatte. Bin zur 6,5x57 gewechselt für das Rehwild, ist jedoch ein anderes Thema....