Wilde Küche - Zarte Rehkeule mit Klößen an Apfel-Rotkohl
Von Hunterfieber Kanal am 28. Februar 2018

Zart geschmorte Rehkeule mit Kartoffelklößen an Apfel-Rotkohl

Hallo liebe Geartesterinnen und Geartester,

Am letzten Samstag war es endlich soweit und Leon und ich haben uns zum ersten Mal zusammen in die Küche gewagt. Rehkeule stand für diesen Abend auf dem Plan und unsere Freundinnen konnten es schon kaum erwarten. Mit einem mulmigen Gefühl vertraute mir Leon aber trotzdem blind und das Ergebnis konnte sich tatsächlich sehen lassen. Eine zarte Keule mit Kartoffelklößen, Apfel-Rotkohl, Bratensauce und Preiselbeeren. Nicht nur ein echter Hingucker sondern auch eine wahre Geschmacksexplosion. Auch für nicht Wildesser eine gute Alternative, da das Wildbret vom Reh sehr fein und leicht im Geschmack ist. Nun aber genug geredet und ab zur Zubereitung des Gerichts.

Zubereitungszeit:

 circa. 2 Stunden

Personen:

 Für 4-6 Personen

Utensilien:

 Einen passenden Bräter (Ofentauglich)

 Zwei mittelgroße Töpfe

 Einen kleinen Topf

 Schneidebrett

 Messer

Zutatenliste:

 1 Rehkeule (2,5-3kg)

 4 Tomaten

 4 Möhren

 1 Stange Porree

 ¼ Knolle Sellerie

 1 Bund Petersilie

 1 Chilischote, mild

 ½ Orange

 1 Apfel Granny Smith

 1 Liter Rinderfond

 300 ml Rotwein

 3 El Tomatenmark

 250g Sahne

 500g Rotkohl

 1 Glas Preiselbeeren

 8-12 Kartoffelklöße

 Sonnenblumenöl zum Anbraten

 20 g Schweineschmalz

 Salz, Pfeffer zum Würzen

Die Zubereitung:

Zuerst kümmern wir uns um die Rehkeule, da die am längsten in den Ofen muss. Ihr nehmt die frische oder komplett aufgetaute Rehkeule und befreit sie gut von der Silberhaut, Fett und eventuellen Sehnen. Anschließend würzt ihr die Keule gut mit Salz und Pfeffer und bratet sie in dem Bräter von beiden Seiten scharf an. Circa 3-4 min von jeder Seite. Es ist nicht schlimm, wenn das Fleisch dabei leicht dunkel wird. Das bringt die gewissen Röstaromen die wir später in der Sauce haben möchten. Wenn ihr die Keule angebraten habt, nehmt ihr diese aus dem Bräter und legt sie bei Seite. Nun gebt ihr die Tomaten, den Sellerie, die Möhren und die Chilischote grob geschnitten in den Bräter und schwitzt das Gemüse mit etwas Öl leicht an. Nach 2-3 min gebt ihr das Tomatenmark hinzu und röstet es ebenfalls 1 Minute mit an. Danach löscht ihr das Gemüse mit 300 ml Rotwein und 1 Liter Rinderfond oder wer es kräftiger mag 1 Liter Wildfond ab. Nun lasst ihr alles einmal gut aufkochen, legt die Rehkeule in den Bräter und schiebt alles abgedeckt bei 160 Grad für circa 2 Stunden in den Ofen. Die Garzeit ist abhängig von dem Gewicht der Keule. Wichtig ist, dass Ihr die Keule nach der Hälfte der Zeit einmal wendet. Den Garpunkt der Keule könnt Ihr leicht überprüfen indem Ihr eine Bratennadel oder einen Holzspieß bis auf den Knochen in das Fleisch piekst. Sollte noch roter Fleischsaft austreten braucht die Keule noch wein wenig. Sollte klare Flüssigkeit austreten ist das Fleisch perfekt gegart und ihr könnte die Keule sofort anschneiden und servieren.

Den Apfel-Rotkohl habe ich ganz einfach zubereitet. Hierfür habe ich 20 Gramm Butterschmalz in einen Topf gegeben und heiß werden lassen. Anschließend einen grünen Apfel geschält, das Kerngehäuse entfernt und circa 1 cm große Würfel geschnitten und dann mit zu dem Schmalz in den Topf gegeben. Nun lasst ihr die Äpfel 1 Minute anschwitzen und gebt ein Glas Rotkohl hinzu. Den Rotkohl könnt ihr tatsächlich schon eine Stunde bevor die Keule fertig ist zubereiten. Einfach auf kleinster Stufe leicht köcheln lassen und ab und zu gut durchrühren.

Die Knödel kocht ihr einfach nach Packungsanweisung. Wir haben für unser Gericht Pfanni Knödel aus rohen Kartoffeln verwendet. Diese schmecken mir besonders gut, da diese noch ein wenig Biss haben.

Für die Sauce nehmt ihr die Keule nach der Garzeit im Ofen aus dem Bräter und legt diese in Alufolie eingewickelt auf ein passendes Brettchen. Nun stellt ihr den Bräter erneut auf den Herd und gebt den grob geschnittenen Porree dazu. Nicht vorher, da die Sauce sonst bitter wird. Anschließend die Sauce mit dem Porree zwei Minuten sprudelnd aufkochen lassen, durch ein Sieb in einen anderen Topf gießen und die Sauce mit Sahne verfeinern und mit Zucker, Salz und Pfeffer gut abschmecken. Sollte euch die Sauce nun zu flüssig sein, könnt ihr sie entweder mit kalten Butterstücken oder dunklem Saucenbinder abbinden.

Anrichten könnt ihr das Wildgericht wie Ihr mögt. Wir haben es so präsentiert und waren mit dem Resultat zu 100 Prozent zu frieden. Mit Preiselbeeren ein absolut klassisches Sonntagsessen mit Erfolgsgarantie. Wir wünschen Euch viel Spaß beim zubereiten und guten Appetit. Schreibt doch mal in die Kommentare ob ihr in Zukunft mehr Rezeptideen von uns sehen und lesen möchtet.

Waidmannsheil,

Hunterfieber



Kommentare

Gerald Auer

Super rezept... Nehmt ihr beim zurechtputzen der keule die drüse raus?

Mfg

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