Das LRF von Steiner
Von Huntress_sh am 17. Januar 2018


leicht, robust und präzise. So lässt sich das Fernglas mit eingebautem Entfernungsmesser der Firma Steiner aus Bayreuth am besten beschreiben. Ob auf der Drückjagd, bei der Pirsch oder auf dem Ansitz, das Glas hat sich in vielen Situationen in den letzten 4 Monaten bewehrt.


Fakten:

  • Artikelnummer: 2316
  • Objektivdurchmesser: 30 mm
  • Vergrößerung: 10x
  • Gewicht: 785g
  • Breite: 165 mm
  • Höhe: 140 mm
  • Tiefe: 69 mm
  • Austrittspupille: 3,0 mm
  • Lichtstärke: 9
  • Dämmerungszahl: 17,3
  • Sehfeld auf 1000 m: 108 m
  • Fokussiersystem: Sports- Auto-Focus
  • Nano-Protection: ja
  • Wasserdichtigkeit: bis 5 m
  • Stickstoff-Füllung: über 2-Wege- Ventil-Technik
  • Funktionsbereich: –10 °C bis +55 °C *
  • Augenmuscheln: ErgoFlex
  • Gummiarmierung: NBR-Longlife
  • Tragegurt: Standard
  • Gurtanbindung: Standard
  • Objektivschutzkappen: ja
  • Regenschutzdeckel: ja
  • Tasche: ja
  • Garantie: 30 Jahre, 2 Jahre Garantie auf elektronische Teile


Auf der IWA letzten Jahres habe ich zum ersten mal das LRF in der Hand gehabt. Am Anfang war ich von der Vergrößerung 8x30 und 10x30 etwas irritiert, denn bisher habe ich immer mit Ferngläsern mit 8x42 oder 8x56 gejagt. Am Tag, bei leichter Dämmerung und Schnee hat das Glas allerdings voll überzeugt. Gerade die 10fach Vergrößerung in Kombination mit dem Entfernungsmesser ist extrem angenehm. Wie beim Nighthunter verfügt auch das LRF über einen Auto-Fokus. Man fokussiert nicht mehr mit einem Rädchen auf die verschiedenen Entfernungen, sondern das Glas fokussiert automatisch und das auch sehr präzise.

Entfernungsmesser:

Bedient wird der Entfernungsmesser über zwei Knöpfe, die sich auf der Oberseite des Fernglases befinden. Mit dem Pfeilknopf wird nach dem Anpeilen durch einen Knopfdruck das Ziel markiert. Durch einen zweiten Knopfdruck wird dann die Entfernung gemessen und im Glas angezeigt. Diese wird entweder in Meter oder Yard angegeben. Durch die Kreistaste kann man dieses schnell umstellen. Wie der Name schon verrät kann mit dem LRF auf eine Entfernung von 25 bis 1700 Meter gemessen werden. Laut Hersteller sind mit neuer Batterie im Typ CR2 über 3000 Messungen möglich. Häufige Nutzung des Scan-Betriebes und starke Minusgrade können allerdings zur Schwächung der Batterieleistung führen.


Scan-Betrieb

Dieser Modus dient zum anpeilen von kleinen und beweglichen Zielen. Indem man die Pfeiltaste 4 Sekunden lang gedrückt hält schaltet das Gerät in den Scan-Betrieb und führt kontinuierliche Messungen durch . Alle 1,5 Sekunden zeigt die Anzeige dann einen neuen und präzisen Messwert an. Nach 20 Sekunden schaltet das Gerät automatisch diesen Modus ab, um die Batterieleistung bei unbeabsichtigtem Tastendruck zu schonen.

Fazit

Ich habe das LRF besonders auf Drückjagden schätzen gelernt. Es ist leicht, griffig und liegt gut in der Hand. Man kann sich feste Punkte im Gelände aussuchen und die Entfernungen messen. So weiß man schnell, wie weit der Wechsel entfernt ist oder ab welchem Baum die Entfernung erreicht ist, ab der man lieber den Finger gerade lässt. Durch die Erkenntnis, wie weit gewisse Punkte entfernt sind kann man sich voll auf den eigenen Rhythmus konzentrieren wenn Wild anwechselt. Auch Ansprechen ist schnell möglich und die 10fach Vergrößerung dabei sehr angenehm, wenn Wild von weiter weg anwechselt. Selbst, wenn das Stück nicht am Anschuss liegen sollte, kann man die Entfernung zum Anschuss messen und dadurch wertvolle Zeit sparen um den Anschuss nach der Jagd schnell zu finden und zu markieren.

Ebenso bei Ansitzen an großen Feldern und Wiesen hat das LRF gute Dienste geleistet. Oft ist es schwer abzuschätzen, wie weit das Stück Rehwild auf großen, offenen Flächen entfernt ist. Der Schwachpunkt des LRF liegt in der Dämmerung. Dort ist schnell Schluss, was aber auch keine Überraschung ist. Wer allerdings ein Glas für die Drückjagd, Pirsch und Ansitz bis zur leichten Dämmerung mit integrierten Entfernungsmesser sucht kann mit dem LRF nichts verkehrt machen. Der Preis liegt bei 1949€



Huntress_sh
Spezialist

Kommentare

huntingfelix - unterwegs im Revier

Toller Bericht! Mit dem LRF liebäugle ich auch schon :-)