Peacock Taschenofen (Handwärmer)
Von Micha Richie am 11. Februar 2016

Ich stand dem Peacock Taschenwärmer anfangs skeptisch gegenüber. Benzin. Feuer. Dubiose gelbe Verpackung. Aber um mein Fazit vorwegzunehmen: Das Ding hat mich vollkommen überzeugt.


Konstruktion

Auf meinen Bildern sieht man recht gut, wie der Taschenofen aufgebaut ist. Von außen sieht er in etwa aus, wie ein kleinerer Flachmann. Die obere, abnehmbare Hälfte des Gehäuses ist perforiert, sodass an die Brennkammer genügend Sauerstoff kommt. Das ganze Gerät ist aus poliertem Edelstahl. Nimmt man die obere Hälfte ab, sieht man den Brennerkopf. In diesem steckt ein kleines Geflecht aus Platinwolle, das als Katalysator funktioniert. Nimmt man diesen Brennerkopf ab, kann man in das innere des "Tanks" schauen. Dieser ist vollständig mit Watte gefüllt, die das Benzin speichert.

Im Lieferumfang sind neben dem eigentliche Taschenofen noch ein Plastikaufsatz, der das einfüllen erleichtert und eine Hülle aus Fleece.


In der Praxis

Vor dem Nachtansitz habe ich zwei Plastikkappen (in etwa vielleicht 6CL) Feuerzeugbenzin in den Tank gegossen. Die Watte nimmt das Benzin vollständig auf, sodass absolut kein Benzin im Betrieb rauslief. Das funktioniert natürlich nur, wenn man sich an die vorgeschriebenen Mengen hält. Das Anzünden funktioniert mit einem Feuerzeug oder Streichholz; man hält einfach die Flamme kurz an den Brennerkopf und wartet bis die Wolle leicht anfängt zu glimmen. Dann kommt die Metallkappe drauf und der ganze Ofen in das Neoprensäckchen.

Einmal entzündet gab der Ofen, gefüllt mit den beschriebenen 6CL Benzin, Wärme für ca. 20h (!!!) ab. Der Ofen an sich wird so warm, dass man ihn ohne die Fleecehülle nicht länger in der Hand halten möchte.

Ich habe den Ofen während dem Ansitz im Muff meines Sitzsackes liegen und wärme so abwechselnd meine Hände damit. Das funktioniert ganz hervorragend. Läuft der Ofen einmal, muss man eigentlich auch nichts mehr damit machen. Er geht alleine aus, sobald der Tank leer ist. Ich kann einen leichten Benzingeruch wahrnehmen, den ich aber nicht als störend empfinde.

Neben dem empfohlenen Feuerzeugbenzin habe ich den Ofen außerdem mit Waschbenzin aus dem DM betrieben. Da kostet der Liter 4,50EUR; der Betrieb ist somit kostengünstig.

Fazit
Super! Insgesamt bin ich sehr zufrieden. Das Gerät funktioniert 1A so wie beschrieben. Die Handhabung ist einfach, die Qualität würde ich als sehr gut einschätzen. Ich habe den Taschenofen von Peacock für 30EUR bei Globetrotter gekauft, im Internet ggf. geringfügig günstiger zu haben - und für mich bisher jeden Euro wert. Auch abseits der Jagd sehr gut auf dem Weihnachtsmarkt oder beim Skifahren einsetzbar.

Micha Richie
Spezialist

Kommentare

Minos Dobat

Findet man auch gut gebraucht auf Flohmärkten oder auf Ebay!! Kleiner Tipp zur Beschaffung ;-)

Sven Loki

ich habe so ein Ding sogar noch daheim. Guter Moment ihn mal rauszusuchen. Hatte den Taschenofen ganz vergessen. Schöner Bericht!

Minos Dobat

So ging es mir auch, der Taschenofen ist wohl zu Unrecht aus der Mode geraten... Er wird auch bei mir jetzt mal "reanimiert".

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