Ultra leichte Büchse für rauhe Einsätze - Nosler Model 48 Custom Rifle
Von Siegfried Pieper am 22. September 2014

Moin Moin an alle hier bei Geartester,

ich stelle euch heute und hier meine einzige wirkliche "Magnum-Büchse" vor, meine Nosler M48 Custom in .270 WSM. Ich habe mir 2009 den Traum einer ausgiebigen Jagd in den schottischen Highlands erfüllt. Für mich wichtiges Bestandteil: Eine geeignete leichte Büchse in einem passenden Weitschusskaliber. Meine Wahl fiel damals auf den hier vorgestellten Exoten in dem zu seiner Zeit einzigen (!) verfügbaren Kaliber. Nosler kennt man hierzulande für seine vielen Geschosse und Patronenlinien. Als Büchsenhersteller war auch mir das Unternehmen aus den Staaten gänzlich unbekannt. Ich stolperte damals über einen Testbeitrag von Roland Zeitler und habe die Waffe dann über Helmut Hofmann in Melrichstadt exportieren können. Und, der Aufwand hat sich gelohnt:
Die M48 aus dem Custom Shop ist gänzlich auf Leichtigkeit getrimmt. Der Schaft besteht aus aus handgearbeiteten Charbon und ist speziel beschichtet für rauhen Einsatz. Die Marketing-Spezialisten von Nosler nennen das Gewehr deshalb "Expeditions-Gewehr". Klingt etwas schwülztig aber robust und leicht ist er in jedem Fall! Das System der Nosler basiert auf dem bewährten Remington 700 System. Was für uns das 98er ist, ist das 700er System für den Amerikaner. Auf dem Bild seht ihr, dass das System sogar skelletiert ist, um Gewicht zu sparen. Das sieht nicht nur gut aus sonderen ist auf leichter zu reinigen.
Der Lauf ist ebenfalls ultra dünn, was sich aber beim heiß schießen nicht zu sehr bemerkbar macht. Das Ergebnis all dieser Anstregnungen ist sensationell! Die Waffe wiegt ohne Zielfernrohr nur 2,73 Kg. Schwer zu schlagen bei gleichzeitig guter Schussleistung und guten Handling.
Der Hersteller gibt zudem an, alle Baugruppen aufeinander abzustimmen.
Jeder Lauf soll optimal mit einem passenden System zusammengeführt werden. Dieses soll dann handgebettet werden und und und...
Die Schussleistung ist jedenfalls bemerkenswert. Das Lauf hat einen 10er Twist und ist recht dankbar bei der Wahl der Laborierung. Ich habe jedoch mit den klassischen 130 gr Geschossen und insbesondere dem Ballistic Tip in der Norma Laborierung die besten Erfahrungen gemacht. MIt dieser Laborierungen hält die Waffe die 50mm auf 300m konstant. Ich halte nichts davon von Einzelbildern zu berichten, die weitaus aussagekräftigeren Angaben sind die, zu wiederholbaren Schussgruppen....

Zum jagdlichen Einsatz:

Ich habe die Waffe wie eingangs erwähnt zunächst in Schottland dabei gehabt. Das Gewicht überzeugte in den unwirklichen HIghlands, so dass ich den Kauf nach erfolgreichen 10 Tagen nicht bereute. Einziges Verbesserungspotential sah ich bei konstantem Regenwetter in der Beschichtung des Schaften. Im Bereicht des Pistolengriffs, sollte eine griffigere Beschichtung aufgebracht werden. Bei Regen war die Oberfläche etwas rutschig.
Nach meiner Reise konnte und wollte ich die Waffe jedoch nicht einfach versauern lassen und habe sie auch hierzulande geführt. Auf Rehwild war es mit dem Geschoss nicht meine beste Idee, denn das Ausräumen übernahm das weiche Geschoss mit leichtigkeit. Auf Rotwild und weitere Distanzen hingegen, war ich auch hierzulande begeistert. Eine wirklich erstaunliche Erkenntnis hatte ich auf den laufenden Keiler und später auf der Drückjagd: Vorhalten mit der .270 WSM? Höchstens mal drei Finger breit...

Fazit:

Für alle die eine ultraleichte aber dennoch leistungsstarke Waffe suchen, ist diese ganzsstahl Custom Waffe von Nosler eine sehr sehr gute Idee. Mittlerweile gibt es sie auch in zahmeren Kaliber und mit allerhand Zubehör wie Mündungsbremse. Der aktuelle Verkaufspreis liegt bei 3.795 USD, was bei aktuellen Wechselkurs rund 2.900 Euro bedeutet. Für mich absolut fair, wenn man die Leistung in betracht zieht, und genau darum ist es mir gegangen: Um pure Performance!

Hier gehts zum Hersteller: HOMEPAGE

Und hier findet ihr einen kurzen Test eines Magazins aus den Staten: TESTBERICHT

Kommentare

Dreiviertelmond

Sehr coole Waffe!

Bin schon vor ein paar Jahren in den NOSLER Katalogen auf deren Waffen gestoßen und neugierig geworden.

Allerdings hatte ich noch nie Gelegenheit, mal eine in die Hand nehmen zu können.

Jetzt kenne ich ja jemanden, der eine NOSLER besitzt :-)

Siegfried Pieper

Ich würde einfach mal bei Helmuth Hofman in Melrichstadt anfragen: Eine Email mit Link zu diesem Beitrag mit der Frage, wo eine Waffe in Deutschland verfügbar sein könnte. So ähnlich habe ich es auch gemacht...

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