Martini Filetiermesser - Man könnte sich (fast) damit rasieren
Von Siegfried Pieper am 2. August 2014

Moin Moin alle GearTester,

ich möchte euch heute aus gegebenen Anlass mein liebstes Messer für die Wildküche vorstellen, mein Martini Filetiermesser aus Finnland. Ich habe über die Jahre festgestellt, dass das Entfernen der Silberhäute bei der Wildzubereitung den Unterschied zwischen "sehr gut" und "ausgezeichnet" ausmacht... Sei es bei Braten, bei Grillsteaks oder Gulasch, ich entferne alle frei liegenden Silberhäute für optimale Zartheit. Dabei habe ich schon so einige Messer durch probiert. Starre Klingen, breite Klingen und sogar irgendwelche überteuerten japanischen Sushimesser. Alles mehr oder weniger unbrauchbar um präzise zu Arbeiten, denn das letzte was man braucht, ist eine verletzte Oberflächenstruktur des Fleischen, das der Saft ausläuft... Freunde schenkten mir vor ca. 10 Jahren ein Martini Messer, mit welchen ich die besten Erfahrungen machte und welches ich euch heute vorstellen möchte:
Das Martini Filetiermesser Classic Superflex ist vom Ursprung her ein Fischmesser. Aber bei Häuten von Fischen ist man auch sehr nahe an meinem Einsatzzweck, dem Entfernen von Silberhäuten von Wildfleisch. Wichtig ist eine sehr sehr flexible und schmale Klinge. Das bietet das Martini ohne Frage: Die Klinge lässt sich bedenkenlos um 45 Grad biegen, um maximale Kontrolle beim Häuten oder Ausbeinen zu haben. Das Griffstück aus Birke ist dabei griffig und ergonomisch, ohne Risiko des Abrutschens auf die Klinge. Das Griffstück ist gewachst und recht beständig, aber NICHT SPÜHLMASCHINENFEST. Die stattliche Klingenlänge von 15 cm eignet sich darüber hinaus recht gut fürs Ausbeinen von Rückenstücken. Für Keulen ist sie etwas zu flexibel.

Das Messer ist für eine UVP von 42 Euro zu haben. Es beinhaltet eine hochwertige Lederscheide mit Gürtelschlaufe. In der Regel findet man das Messer auch unter UVP in vorwiegend Angel-Onlinestores.... Eine Super Investition für alle Wildfleischkonsumenten aus Leidenschaft!

Was ich goptimieren würde: Der Stahl ist etwas zu hart für optimales Nachschärfen und ich hätte gern eine Version mit 10 bis 12cm Klinge, um auch Ausbeinen zu können.

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Siegfried Pieper

Im Bild: Damwildfielet aus Brandenburg!!! Vom aller Feinsten...

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