Kahles Helia CSX 3-12x56
Von huntingfelix - unterwegs im Revier, 25. Januar 2017

Moin Moin & Waidmannsheil liebe Geartester Gemeinde.

Seit Mai 2015 begleitet mich nun das Kahles Helia CSX 3-12x56 im Revier und ich finde, es ist Zeit für ein erstes Resümee. Mit dem Kauf der Merkel Helix musste damals auch ein neues Glas ins Haus, hier trat dann das allseits bekannte Problem auf: Was wird denn nun gekauft?! Nach langer Recherche und Feedback von Bekannten beschloss ich, mir das große Glas von Kahles etwas genauer anzuschauen. Der Büma hatte es vorrätig, es machte einen wertigen ersten Eindruck und gefiel mir auf Anhieb auch rein optisch sehr gut.



Technische Daten:

Vergrößerung: 3-12x
Objektiv: 56mm
Austrittspupille: 10,0-4,7 mm
Sehfeld: 12,5 - 3,5 m
Dämmerungszahl: 9,5-22,5
Dioptrieausgleich:+2 / -3.5 dpt
Absehen: 4DOT mit Automaticlight
Absehen in Bildebene: 2
Länge: 35,6cm
Mittelrohr-Durchmesser: 30mm
Gewicht: 580 g


Das Helia CSX kommt mit dem Absehen „4-DOT“, welches ich als absoluten Allrounder zähle. Die dicken Balken ragen nicht zu weit ins eigentliche Zielfeld hinein und dienen beim flüchtigen Schießen zur groben „Erstjustierung“. Die weiterführenden, dünnen Striche ermöglichen präzise Schüsse auch bei ausgeschaltetem Leuchtpunkt. Da das Absehen in der 2. Bildebene liegt verdeckt hier auch nichts weiter entfernte Ziele auf höheren Vergrößerungs-Stufen.



Der Leuchtpunkt ist klar abgegrenzt, streut nicht und ist auch bei Tageslicht mit entsprechender Einstellung absolut sichtbar. Beim Nachtansitz lässt sich der Punkt angenehm weit nach unten dimmen; er überstrahlt/blendet nicht. Das für mich, als offiziell bekennenden "Leuchtpunkt-Ausschalt-Vergesser" wohl wichtigste Feature ist die Automaticlight-Funktion. Diese ermittelt durch einen Neigungssensor, ob sich das Glas in Schussposition befindet und steuert so ohne Zeitverzögerung das Ein- und Ausschalten der Leuchteinheit. Vergisst man mal das Ausschalten, schaltet sich der Punkt automatisch ab sobald die Waffe im Schrank steht.


Der Regler für den Leuchtpunkt (links) hat eine strukturierte Oberfläche und lässt sich somit sehr gut bedienen. Ein- & Ausschalten und das Einstellen des Leuchtpunktes geschieht vollkommen lautlos. Die Vergrößerung und der Dioptrienstellring laufen sehr geschmeidig und haben eine gummierte Oberfläche was eine sehr gute Griffigkeit garantiert, gerade wenn es mal „schnell“ gehen muss.

Geführt wurde das Glas von mir beim Ansitz am Tag, in der Dämmerung, in der Nacht und bei Bewegungs- und Erntejagden. Was Bildqualität, Randschärfe und Nachttauglichkeit angeht steht es meines Erachtens den Gläsern der "Großen" auf die ich neben meinem Bestand auch in Vaterns Waffenschrank zum Vergleich zurück greifen konnte, in Nichts nach.

Im Internet wird das Glas bereits ab 1350,-€ angeboten und bietet damit ein Top Preis-Leistungs-Verhältnis.

Horrido & Waidmannsheil


Optik

Kommentare

Kai Schäffler
Schöner Bericht. Mal eine andere Frage, hast du das Modell "Forest Pro" oder "SWF" von der Helix? Bist du zufrieden mit der Waffe, welches Kaliber führst du denn? Besten Dank und Gruß Kai
Ober Jäger
Kahles macht sich langsam! Die Zeiten von schwachen Leuchtpunkten und zu hohen Preisen sind scheinbar vorbei. Im Sport und Behördenbereich sind sie schon lange eine Hausnummer. Wäre super, wenn sie in der Jagd auch wieder Gas geben...