Minox DTC 1100 - Flaggschiff der MINOX-Wildkameramodelle
Von Dreispross Kanal am 3. Juli 2017

Hallo Geartest-Leser, ich verwendete/ verwende folgende Minox-Wildkameras in der Revierpraxis

Minox DTC 650... Geartest: http://www.geartester.de/s/categories/77/stories/1082
Minox DTC 450... Geartest: https://www.geartester.de/s/categories/74/stories/2089
Minox DTC 700... Geartest: https://www.geartester.de/s/categories/74/stories/1811
Minox DTC 550... Geartest folgt
Minox DTC 1100.

Daher kann ich zumindest im Vergleich einige Unterschiede, Vorteile und Dinge beschreiben, die man noch verbessern könnte.

Hier stelle ich Euch die MINOX DTC 1100 vor. Sie ist das Flaggschiff der MINOX-Wildkameramodelle und verfügt über die Möglichkeit die Bilder per MMS oder eMail an ein Endgerät zu senden. Anders als das Schwestermodell DTC 1000 ist sie 4G-fähig und damit entspricht sie den neuesten Standard der Datenverbindung. Wenn Mobilfunkempfang vorliegt, könnte sie damit Daten in LTE-Geschwindigkeit versenden.

Damit hat die DTC 1100 ein Alleinstellungsmerkmal in der MINOX-Wildkamerafamilie. Die Technik muss untergebracht werden und daher ist sie größer und schwerer.

Für viele das Wichtigste...der Preis. Der orientiert sich an der Ausstattung und beginnt bei 389 € z.B. bei Amazon Amazon-Link zum günstigsten Angebot MINOX DTC 1100

Für mich ist die Performance das Wichtigste und hier kann sich die 1100er mehr als sehen lassen. Immer wenn ich besonders schöne Bilder von einem Kirrungsbesucher, Pass- oder Wechselgänger haben möchte, installiere ich dort die 1100er.
Dabei sind mir Aufnahmen von einer zugetragenen Fuchsfähe (Ratte, Hasenhaupt) am Bau und den Fuchswelpen gelungen.






Oder ich konnte die "Weizenschweine" auf frischer Tat dokumentieren.





Aber eben auch andere geniale Momente, die ich so nie gesehen hätte. Ein Hermelin am Fuchsbau, Frischlinge ganz nah, ein Waschbär im Garten meiner Eltern (bis dahin verneinte sie die Anwesenheit) oder eine brütende Ente in einer künstlichen Bruthilfe.




Gerade an entfernten oder schlecht erreichbaren Orten kommt die Mobilfunkfunktion zur Anwendung. Natürlich auch dort, wo man nicht durch regelmäßigen Kontrollieren "stören" möchte. Vorraussetzung ist ein guter Mobilfunkempfang im betreffenden Revierteil!

Die Installation war relativ einfach. Dafür wird auf der SD-Karte auf dem heimischen PC ein Installationstool DTC_Tool gespeichert werden. Dann muss auf dem heimischen PC die Datei geöffnet und die Einstellungen vorgenommen werden. Das Handbuch gibt hier hilfreiche Tipps. Die SD-Karte dient auch als Speichermedium für die Bilder.
Weiter benötigt man eine SIM-Karte. Da ich bei den Fallenmeldern mit Blau.de-Karten schon gute Erfahrungen gesammelt hatte, verwende ich diese. In der Regel ließ ich die Bilder per eMail versenden. Weniger Datenvolumen und damit billiger. Sollte die SD-Karte zum Ansehen der Bilder entnommen werden, muss auf der Tauschkarte ebenfalls die Software installiert sein. Über die Funkfunktion ist die Minox DTC 1100 auch fernsteuerbar.





Gerade beim Preis von über 300 Euro schwingt bei der Montage immer die Angst vor Langfinger mit. Dagegen kann man einiges tun. Minox bietet für die 1100er eine stabile, verschließbare Sicherheitsbox an.



Gute Sensoren und besonders hier die Funksendung benötigen viel Power. Als Energiereserve passen 10 AA-Batterien in die Wildkamera. Im Praxiseinsatz hielt die Leistung lang an. Gerade im Videobetrieb oder bei schwachem Mobilfunkempfang geht der Energievorrat aber schneller zur Neige.



Als Fazit kann ich sagen, dass man für einen angemessenen Preis eine Wildkamera mit Funkfunktion erhält, die hervorragende Bilder und Videos macht.



Im Anschluss seht Ihr noch die Angaben des Herstellers. Ich hoffe der Bericht über die Fähigkeiten der DTC 1100 im Revier hat Euch gefallen. Fragen beantworte ich so gut ich kann.

In diesem Sinne
Gruß und Waidmannsheil
Dreispross


Technische Daten der Minox-Wildkameras im Vergleich...

Angaben lt. Hersteller DTC 450 SLIM DTC 650 DTC 700 DTC 1100
Sensor (Harware-Auflösung) 3 MP 5 MP 5 MP 5 MP
Einstellbare Auflösungen 8 / 5 / 3 / 1,3 MP 4:3 - 8, 5, 3 MP
16:9 - 6, 4, 2 MP
4:3 - 5, 3 MP
16:9 - 6, 4 MP
4:3 - 5, 3 MP
16:9 - 6, 4, 2 MP
HD-Videoauflösung (720p)
VGA-Videoauflösung


4G (HSPA+) Netzwerk-Technologie


Antenne


Videolänge 10 - 60 Sek. / .AVI 5 - 30 Sek. / .AVI 5 - 30 Sek. / .AVI 5 - 30 Sek. / .AVI
Serienbilder je Auslösung 1 - 9 1 - 5 1 - 3 1 - 5
Farbaufnahmen (Tag)
Schwarz-Weiß-Aufnahmen (Nacht)
Anzeige von Datum, Zeit, Temperatur,
Mondphase
2’’ TFT Farbmonitor
Eingebautes Mikrophon


Unsichtbarer Infrarot-Blitz
Blitzreichweite ca. 15 m 18 m 18 m 18 m
Multi-Zone PIR Bewegungssensor
Auslöseverzögerung < 1 Sek. < 0,5 Sek. <1 Sek. mit Batterien/
0,2 Sek. mit Netzteil
<1 Sek.
GSM-Funktion



Antenne



Anzahl 1,5 Volt Mignon/AA Batterien 8 10 8 12
6 Volt-Anschluss
Menüführung in Deutsch und weiteren
Sprachen
Passwortschutz
SD/SDHC-Karten bis 32 GB
USB-Anschluss
1/4“ Stativ-Gewinde
Abmessungen (BxHxT) in mm 110 x 210 x 27 113 x 153 x 60 105 x 134 x 64 mm 101 x 149 x 55 mm
Gewicht ca. 320 g ca. 365 g ca. 285 g ca. 406 g
Preisempfehlung Hersteller 170 € 299 € 259 € 510 €
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Kommentare

Willi Winzig

Danke für den Bericht. Frage bleibt, warum man sich die Sicherheitsbox kaufen soll, wenn man das Ganze doch einfach vom Baum/Pfahl abbinden oder abschneiden kann um daheim in aller Ruhe das Schloss aufzupetzen :-)

Dreispross Kanal

@WilliWinz Es kann ja immer nur diebstahlshemmend sein😉. Die Box kann übrigens verschraubt werden. Ein absolute Sicherheit gibt es auch hier nicht. Zusätzlich sollte man die Wildkameras hoch und versteckt anbringen.

jagd_osterzgebirge

Ein dummer Dieb lässt sich ja eventuell vorher ablichten und dann kriegt man zumindest bei dieser Kamera mit Glück ein brauchbares Bild geschickt

Waidmann

Stimmer ich total zu! Tolle Kamera!

Was mir allerdings überhaupt nicht gefällt, ist die Wild und Hund Revierwelt DIenstleistung, welche man als Abo dazu bekommt. Sowohl Plattform wie auch App sind völlig umständlich und funktionieren überhautpt nicht.

Stephan Jansen

Man sollte zusätzlich einfach ein etwas dünneres Stahlseil anbringen um die Kamera samt Schutzhülle am Baum sicher vor Langfingern zu schützen.