Hundeschutzweste von Mikut
Von Jan Hüffmeier am 24. August 2014

Moin moin GearTester,
heute möchte ich euch die Hundeschutzweste von Mikut vorstellen.

undefined

Meine kleine Terrierhündin trägt sie mittlerweile seit sechs Jahren und die Weste hat in diesen sehr gute Dienste geleistet und tut das immer noch.

Aber eins nach dem anderen.
Januar 2008: Drückjagd in Brandenburg.

Mein kleiner Terrier und ich beziehen gemeinsam unseren Drückjagdstand. Mittlerweile als eingespieltes Team mit klarer Aufgabenverteilung ;-). Ab 10.00 Uhr hieß es Hunde los!

Nach gefühlten 30 Sekunden nach dem Schnallen war mir bewusst warum meine Hündin schon beim beziehen des Standes mit Sack, Pack und Stand in die Dickung rennen wollte - direkt neben mir in der Dickung lag eine Rotte Sauen, ca. 15 Kameraden. Eine Bache, 8 Frischlinge und der Rest Überläufer.

Meine kleine Terrierhündin hatte sie schon die ganze Zeit in der Nase und dementsprechend dann auch schnell auf die Läufe gebracht. Nun rannte sie lautstark mit der Rotte. Es dauerte nicht lange da knallte es auch schon bei meinen Nachbarschützen, „klasse“ dachte ich mir und freute mich für meine kleine Freundin.

Am Ende der Jagd am Gruppensammelplatz war die Stimmung großartig, die Strecke war gut und jeder von den Schützen in meiner Gruppe konnte etwas dazu beitragen. Meine kleine Terrierhündin war zwar noch nicht zurück, aber das war nichts ungewohntes.

Einer der Jäger berichtete dann mit großen Augen von einem kleinen schwarzen Terrier: „Unglaublich - der kleine ist auf der Sau geritten und hing ihr an den Keulen. Er konnte beobachten wie der Überläuferkeiler meine kleine Hündin abschüttelte und sich von ihr befreite.
Mir wurde sofort flau im Magen, zumal meine Hündin immer noch nicht zurück war. Dazu war ich selber sehr von meiner Hündin überrascht. An Schwarzwild war sie sonst immer sehr vorsichtig und auf Distanz zu den Sauen. Dieses Mal überhaupt nicht. Ich konnte nicht verstehen, was sie dazu getrieben hat, aber mir wurde bewusst, das nicht immer alles so ist, wie es scheint. Eben auch bei Hunden nicht!

Dann der erlösende Anruf, auf den sich wohl jeder Terrierführer nach der Jagd freut. „Hallo, wir haben ihren Hund, er ist gesund und wir bringen ihn mit zum Sammelplatz.“

In dem Bewusstsein das meine kleine Terrierhündin nun doch nicht immer die Distanz zu den Sauen hielt habe ich mich mit dem Thema Hundeschutzweste beschäftigt. Nach viel Internetrecherche und Gesprächen mit anderen Hundeführern entschied ich mich für die Weste von Mikut. Nur noch Hals- und Brustumfang des Hundes gemessen und nach kurzer Wartezeit war die Weste da. Sitz, passt, wackelt nicht und hat Luft. Passt perfekt.



Technische Gründe für die Weste:
Ich finde die Weste sehr gelungen, da sie aus meiner Sicht die wesentlichen Elemente besitzt, die man sich an einer solchen wünscht. Die Weste besteht aus Stoffen (Polyethylen 55 %, Polyamid 30 %, Polester 12 % und Lycra 3 %), die auch im Fechtsport zum Einsatz kommen und hat dadurch eine Durchstoßfestigkeit von min. 800 - 1000N. Das führt zu einer deutlich längeren Haltbarkeit als bei herkömmlichen Para-Aramid-Fasern.

undefinedundefinedundefined

Die Außenseite der Weste besteht aus farbigen polyamidhaltigen Cordura Stoff, der entsprechend imprägniert ist um Spritz- und Regenwasser abzuweisen. Durch die robuste und farbige Außenseite kann man den Hund hervorragend im Unterholz und Feld erkennen und er ist gleichzeitig vor stechenden Dornenbüschen geschützt.

Dazu befinden sich an beiden Seiten der Weste neongelbe oder neonorange, reflektierende Leuchtstreifen. Dadurch wird der Hund, besonders in der Dämmerung oder bei Dunkelheit, besser sichtbar.

Weiter werden durch die Weste die wesentlichen Bereiche des Hunde sicher geschützt. Sprich der Hals, der Nacken und der Brustkorb. Neuerdings gibt es auch einen zusätzlichen Schulterschutz, den man auch nachträglich noch an die Weste anbringen lassen kann.

Darüber hinaus grenzt die Weste den Hund nicht in seiner Bewegungsfreiheit ein. Durch durchdacht eingesetzte Brustgummis und zusätzliche Gummieinlagen im Rückenbereich kann sich der Hund frei drehen und wenden.

Nicht zuletzt besitzt die Weste eine kleine Glocke, die selbst der blindeste Schütze hört. Das bringt mir den Vorteil, das ich gerade in unübersichtlichen Gelände mit kurzer Sicht den Hund immer höre und Schützen ihn auch als diesen wahrnehmen können.

Ein weiteres cooles Tool an der Weste ist die GPS-Tasche. Ich selbst nutze sie zwar noch nicht, aber ich habe sie bei Freunden im Einsatz gesehen und die sind von ihr begeistert. Sie ist auf dem Rücken des Hundes angebracht und hat eine Länge von 25cm, sodass jeder gängige GPS Empfänger reinpasst. Meiner Meinung nach die besserer Variante als den Sender an der Halsung zu befestigen.

Fazit: Ich bin schwer begeistert von der Weste. Sie hat mir schon die ein oder anderen Tierarztkosten gespart und, viel wichtiger: Meine kleine Terrierhündin ist auch noch mit neun Jahren kerngesund. Ich kann die Weste mit gutem gewissen weiterempfehlen, da sie aus meiner Sicht aus der Praxis für die Praxis entwickelt worden ist. Und das merkt vor allem der Hund! Die Weste hat für meinen kleinen Terrier ca. 300 Euro gekostet. Je nach Größe des Hundes variiert das aber. Am besten schaut ihr dir direkt auf die Webseite des Herstellers, dort findet ihr alle weiteren Informationen: http://www.hundeschutzweste.com


Kommentare

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Mehr erfahren