Sauer 303 Synchro XT
Von nordic_stonewood am 9. Dezember 2015


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Sauer 303 Synchro XT

Selbstladebüchsen sind in der heutigen Zeit zu einemfestetablierten Werkzeug für die Jagd geworden. In den Zeiten, wo die effektive Bejagung unseres Schalenwildes immer mehr an Bedeutung gewinnt, sind sie genauso verbreitet wie die meisten Repetierer.
Die Sauer 303 ist eine solche Selbstladebüchse, die sich voll und ganz auf der Technik von heute befindet. Ausgestattet mit einer schnell und absolut lautlos zu bedienenden Handspannung auf dem Kolbenhals und einer zusätzliche Schlagbolzensicherung, welche eine Schussauslösung verhindert (falls die Kammer nicht vollständig verriegelt sein sein sollte), entspricht die Waffe den heutigen Sicherheitsstandards. Gerade bei Selbstladebüchsen ist eine Handspannung nicht selbstverständlich. Der in der Testwaffe verbaute Black Magic Trigger, bricht 950 Gramm nach kaum merkbarem Vorweg sehr trocken und eignet sich so auch für weitere Schüsse vom Ansitz aus.
Bei geöffnetem Verschluss kann einfach eine Patrone in das Patronenlager geführt werden oder man repetiert eine Patrone aus dem Magazin in die Waffe und füllt es danach wieder. Das bleibt jedem selbst überlassen. Der Verschluss lässt sich mit etwas Gefühl auch leise schließen, wenn man den Verschluss langsam nach vorne drückt. Wichtig ist dann den Hebel bis zum Anschlag zu drücken, da die Waffe sonst nicht vollständig verriegelt ist. Der Synchro XT Schaft der Sauer 303 lässt sich dank der Höhenverstellbaren Wangenauflage perfekt auf die eigenen Gesichtsmaße einstellen und sorgt so für einen beständigen und immer gleichen Anschlag. Die Wangenauflage führt auch dazu, dass das Auge immer zentriert durch die Zieloptik blickt und eine schnelle Zielaufnahme so ohne Probleme gewährleistet ist. Das Daumenloch im Schaft ist so großzügig ausgestattet das selbst dickste Winterhandschuhe leicht hindurchkommen.

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Für das Spannen der Waffe ist ein Umgreifendes Daumens erforderlich; behindert aber kaum in der Schnelligkeit. Gerade für Drückjagden oder den freihändigen Schuss bringt der Lochschaft meiner Meinung nach wesentlich mehr Ruhe. Die Testwaffe istmit einem 52cm Lauf und einem 17mm Mündungsdurchmesser ausgestattet und somit extrem führig und angenehm schwer. Der Schaft ist dank der Gummi Einlagen an den Griffflächen schön griffig und liegt gut in der Hand. Weiter ist die Sauer mit einer Gummischaftkappe und einer offenen Visierung, die sich auch sehr gut zum Durchgehen eignet, ausgestattet. Unsere Testwaffe war mit einem Zeiss V8 1,8-14x50 ausgestattet und somit für nahezu alle Möglichkeiten gerüstet. Montiert war das Glas mit der Hauseigenen ISI-Mount Montage von Sauer. Sehr praktisch sind die bei den meisten Sauerwaffen verbauten Riemenbügelschnellverschlüsse zum schnellen Abnehmen des Riemens. Alle Stahlteile sind beschichtet, um die Waffe vor Rost und Korrosion zu schützen.

Wir haben die Testwaffe im Kaliber 308Win mit verschiedenen Laborierungen von Hornady (Superformance 150 Grain und 165 Grain GMX; Fullboar 165 Grain GMX) und Rws (Evolution Green und Hit 165 Grain) getestet. Die besten Streukreise von knapp 35mm erreichten wir mit der Evolution Green. Danach folgte die Hit von RWS und die Superformance in 165 Grain mit Streukreisen zwischen 45 mm und 55 mm. Jagdlich und für eine Selbstladebüchse in Ordnung. Die anderen beiden Laborierungen harmonierten leider nicht mit der Waffe und streuten mehr oder minder bis 15 cm.. Soll mit Bleifreier Munition geschossen werden, kommt man um einen Test verschiedener Laborierungen meistens nicht herum. Aus einer anderen Sauer 303 können die Ergebnisse schon wieder ganz anders aussehen.

Über den gesamten Testzeitraum und bei ca. 120 Schuss auf dem Schießstand, sowie auf der Jagd kam es lediglich einmal mit der Hit von RWS zu einer Ladehemmung, bei dem die Patrone nicht ganz in das Patronenlager zugeführt wurde.
Die in Deutschland jagdlich zugelassenen 3-Schuss in einer Selbstladebüchse reichen für die meisten jagdlichen Situationen aus. Sollte es einmal Schlag auf Schlagkommen, empfiehlt sich ein zweites 2-Schuss- Magazin, welches Griffbereit in Sekunden gewechselt werden kann. Für meine Bedürfnisse bin ich so absolut ausreichend ausgestattet.



Als Fazit ist zusagen, dass die Sauer 303 eine der führenden Selbstladebüchsen auf dem Markt ist und vor allem in Punkto Sicherheit und Schießkomfort voll überzeugt. Ein Arbeitstier das einem in schneller Situation das bestimmte Mehr an Ruhe und Konzentration gibt. Sie eignet sich sowohl für den Ansitz als auch für die Drückjagt, für die sie auch konzipiert wurde. Der Synchro XT Lochschaft spielt an dieser Waffe seine gesamten Vorteile aus und ein sicherer und sauberer zweiter, oder dritter Schuss ist problemlos machbar. Der Abzug ist sehr gut, allerdings sollte nicht vergessen werden, dass der Black Magic Trigger mit 950 Gramm nicht Serienmäßig verbaut wird und als Zusatzausstattung dazu erworben werden muss.Die Feinfühligkeit gegenüber bleifreier Munition ist als negativ zu bewerten, jedoch ist dieses Problem auf die meisten Büchsen zu übertragen.

Kommentare

jagd_osterzgebirge

Sehr schön. Die Sauer würde mir auch gefallen, ich kenne die von meinem Jagdherren. Solche ausführlichen Berichte über Jagdwaffen lese ich sehr gern.
Eine Frage zur Jacke: ich sehe die in euren letzten Testberichten häufiger, mich spricht die sehr an. Könnt ihr dazu vielleicht auch einen Test veröffentlichen?

Jagd-Team Nordschleswig

Moin Moin, freut uns das dir der Bericht gefällt.
Ein Testbericht zu der Jacke ist in Arbeit und erscheint demnächst.
Grüße

Jagd-Team Nordschleswig

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