Jaktkit Knv 3
Von Kevin Scherbarth am 3. September 2016

Grüß euch,

hier also nun mein erster Bericht bei Geartester. Als jagender Messerjunkie, selbstverständlich über ein in meinen Augen sehr brauchbares Jagdmesser aus Schweden.

Der Sammel-Leidenschaft geschuldet, finden sich in meinem Jagdzimmer einige Schneideisen. Vom billigen Mora über teure Custom Messer von z.B Steffen Meyer; ist alles dabei. Selbstverständlich werden alle Messer regelmäßig genutzt.

Dennoch ertappe ich mich immer wieder dabei, das vorallem das Jaktkit Knv 3 den weg an meinen Gürtel findet. Im folgenden werde ich darauf eingehen wieso.

Den bei Messern obligatorischen Eckdaten, schenke ich jetzt mal keine besondere Erwähnung. Die Ziffern die den Stahl beschreiben interessieren eh die wenigsten ;)

Das Messer ist insgesamt gut 20cm lang. Davon entfallen etwas über 8cm auf die Klinge.

Es kommt ein MOV Stahl zum Einsatz. Wer damit nichts anfangen kann: Rostfrei (-träge), ähnlich nem 440C. Der Stahl ist recht leicht nachzuschärfen, bedeutet im Umkehrschluss aber auch, das er bei unsachgemäßer Nutzung schneller Stumpf wird als irgendwelche High-End-Stähle.

Da ich meine Messer in der Regel nur zum Schneiden verwende und jedweden Knochenkontakt beim Aufbrechen vermeide, (wofür gibts schließlich Sägen?) hält sich die Schärfe bei mir immer recht lange. Das Jaktkit z.B hat 6 Stk Rehwild und 4 Sauen aufgebrochen und abgeschwartet/aus der Decke geschlagen, bevor es merklich stumpfer wurde.

Das Messer hat einen aufgespritzten Kunststoff-Griff. Dieser greift sich super bequem und auch mit schweißigen Händen, absolut sicher.

Die Klinge hat eine Stärke von 4,5mm. Reichlich dick für ein Jagdmesser. Ich mag breite Klingen jedoch. Ein absoluter Pluspunkt ist die stabile, aber dennoch spitze Spitze des Knv3´s. Das Problem bei dicken Klingen im jagdlichen Gebrauch, ist oft das man mit der Spitze ohne großen Kraftaufwand keine Schwarte oder Decke durchstechen kann. Beim Jaktkit geht das ohne Probleme, und sollte jemand sein Messer zum Schloss öffnen verwenden, ist es als kleines Brecheisen auch dafür stabil genug. Die bauchige Klinge und der ballige Anschliff, machen das Messer zu einem kleinen Schneidteufel.

Absoluter Pluspunkt ist die sehr gut verarbeitete und vielseitig einsetzbare Kydex-Scheide. Die Gürtelschlaufe ist verstellbar und in der Tragehöhe damit variabel. Auch rechts und Linkshänder können die Scheide nutzen, da alles mit Schrauen befestigt und damit ummontierbar ist. Das Messer sitzt bombenfest (der zugehörige Druckknopf ist z.B vollkommen überflüssig). Wird die Scheide mal dreckig, kann man sie einfach in die Spülmaschiene stecken. Ich persönlich habe mir eine kleine Aufsetztasche drangebastelt. Darin sind eine Taschenlampe und ein paar Einweghandschuhe.

Das Messer ist über den waldlaufershop erhältlich und kostet aktuell knapp 100 €.

Ich hoffe der Bericht hat euch gefallen.

Gruß und Waidmannsheil







Kommentare

Ober Jäger

@Jagd-WW ICH BIN STINKE SAUER!!! Ich habe das Messer auch seid einem Jahr und wollte an diesem Wochenende eine ähnliche Lobeshymne schreiben. Nun kommst Du mir zuvor ;-) Spaß beiseite, ich freu mich, das dieses eher seltene Messer hier einen weiteren Fan hat. Top Bericht, weiter so... Ich habe noch einiges an Berichten im Köcher!

LG aus Bayern

Minos Dobat

Hey @WW-Jagd guter Beitrag über ein interessantes Produkt! Ich frage mich, was ist das für eine Taschenlampentasche? Berichte mal...

Kevin Scherbarth

Uff...ja gute Frage 😀 Die gabs um ehrlich zu sein, mal bei nem anderen Messer dazu was ich mir hab machen lassen. Ich versuche mal in Erfahrung zu bringen wo man sowas her kriegt.

Kevin Scherbarth

@ Oberjäger

Entschuldige bitte vielmals 🙈 Danke für die Blumen.

Gruß und wmh

Alex Niehues

Wo ist denn der Unterschied zum F1? (ausser im Preis 😁 )

Kevin Scherbarth

@ Vortigaunt

Die bauchigere und damit jagdlich brauchbarere Klinge und die wesentlich bessere scheide.

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