3HD Archery Indoor-Bogenschießkino in Kirchheimbolanden
Von Sven Loki am 11. April 2016

Es regnet? Schießen auf 3D Tiere ist doch langweilig geworden? Du möchtest noch „jagdlicher“ Bogenschießen, als auf unbewegte Tiere?
Hier hilft das 3HD Indoor-Bogenschießkino.



Aber fangen wir einmal von vorne an. Was ist denn 3HD Archery?
Man kommt hier in einen dunklen Raum mit riesiger Leinwand, auf der unter anderem, verschiedene Tierszenen über einen Beamer abgespielt werden, aber dazu später mehr. Man hat hier eine Matte auf dem Boden, auf der die einzelnen Standplätze der Schützen markiert sind. Es können immer drei Schützen zeitgleich auf die 20 Meter entfernte Leinwand schießen, eine „Runde“ dauert 15 Minuten und je nachdem wie viele Schützen teilnehmen, schießt jeder zwischen 25 und 40 Pfeile. Der Raum ist sogar nett dekoriert, rechts befindet sich ein kleiner „Birkenwald“, es sind Ständer für die Pfeile vorhanden und auch Aufhängungen für die Bögen, während man seine Pfeile einsammelt, sind angebracht.




Zum Ablauf:

Zunächst werden die Namen der Schützen notiert und es wird dafür gesorgt, dass alle gleich viele Pfeile haben, um immer zeitgleich diese einsammeln zu können. Die Namen werden über der projizierten Jagdszene eingeblendet, und sobald man geschossen hat, verschwindet der eigene Name. Jeder darf auf jedes Tier nur einmal schießen, dabei werden sowohl Trefferlage als auch Pfeilgeschwindigkeit gespeichert und nach der Szene angezeigt. Des Weiteren werden auch alle Ergebnisse am Schluss ausgedruckt. Man sieht also genau, wie man am einzelnen Tier getroffen hat. Die angezeigte Trefferlage wird auch außerhalb des „Schießraumes“ auf einen Fernseher in einer Sitzecke angezeigt, was ziemlich cool ist, wenn man mit mehr als 3 Leuten dort ist. Auch hier kommt beim Warten also keine Langeweile auf, wenn man nicht selber schießt. Außerdem ist auch für das leibliche Wohl gesorgt.

Hier die Trefferzonen

Noch etwas zu den Pfeilen: man schießt zwar seine normalen Pfeile, da die Leinwand aber ja nicht beschädigt werden soll, bekommt man spezielle abgeflachte Spitzen (siehe Bild), welche nicht in der Wand stecken bleiben. Nutzt man eigene Pfeile so benötigt man welche mit Inserts, damit man seine Spitzen abdrehen und die geliehenen aufdrehen kann. Hat man solche Pfeile nicht, ist das aber auch kein Grund nicht zu schießen, hier gibt es einfach geliehene Pfeile. Ganz unproblematisch. Schnell eben einschießen und dann kann es losgehen.



Ich wollte ja noch einmal auf die Schussszenen zu sprechen kommen. Hier ist auch wirklich Abwechslung geboten. Wie schon beschrieben, hat man immer eine Tierszene, wobei diese nicht anhält, sobald ein Schütze geschossen/getroffen hat. Haben alle Schützen geschossen, so stoppt die Szene kurz und die einzelnen Treffer werden nacheinander gezeigt und mit Punkten versehen. Haben alle Schützen zum Beispiel 6 Pfeile und sind diese verschossen, die 15 Minuten aber noch nicht abgelaufen, so weiß das System selbstständig, dass die Schützen keine Pfeile mehr haben, und gibt einem Zeit, die Pfeile einzusammeln. Hier stoppt also die Tiersequenz und man sieht einen ablaufenden Zeitbalken, in dessen Ablauf man sich wieder auf das Schießen vorbereiten kann. Gefühlt muss man sich ganz schön „hetzen“ um wieder „pünktlich“ zum Start der Tiersequenz mit allen Pfeilen auf seinem Platz zu stehen. Allerdings ist das nicht unbedingt negativ zu sehen, da man ja dann entsprechend (die 15 Minuten laufen ja weiter) mehr Zeit zum Schießen hat. Man kann auf Wunsch die Zeit zum Einsammeln auch verlängern, allerdings hat man dann ja entsprechend weniger Zeit zum Schießen.



Alternativ zu den „normalen“ Tierszenen können diese Szenen auch noch in verschiedenen, simulierten Entfernungen geschossen werden. So bleibt der Stand zwar 20m lang, aber in der Szene werden noch Entfernungen (bis 50m) angezeigt und die Anlage simuliert den Pfeile-Drop selbst.



Als dritte Möglichkeit kann man auch, fernab von jagdlicher Szenerie noch Tic Tac Toe spielen. Klingt erst mal banal, ist aber extrem lustig. Das Spiel kennt jeder, allerdings sind hier in den einzelnen Feldern noch kleine Schießscheiben. Man kann also ein Feld durch erfolgreichen Treffer für sich gewinnen. Trifft der Gegner aber genauer in die Zielscheibe, so kann er einem das Feld wieder „abnehmen“. Hat man exakt die Mitte, erscheint ein Kreuz und das Feld gehört einem endgültig. Zuletzt gewinnt der Schütze, der 3 Felder in einer Reihe für sich eingenommen hat.



Wenn man Schießkino hört, denkt man meist an hohe Preise. Hier war ich sehr positiv überrascht. So kosten 15 Minuten alleine 12€, zu zweit 8€ und zu dritt nur 6€ pro Person. Das fand ich wirklich sehr fair. Sogar Gutscheine sind erhältlich, was sicherlich eine tolle Idee, für den ein oder anderen Bogenschützen als Geschenk wäre.

Fazit:
Jeder der jagdlich Bogen schießt, muss dort einmal gewesen sein. Es macht wirklich enorm Spaß und ist zudem ein gutes Training. Beim Pfeile einsammeln muss man sich zwar etwas sputen, aber das sind ja selbst gemachte Leiden zugunsten der Schützen. Die Filmsequenzen sind sehr realitätsnah und halten bei einem Treffer auch nicht an. Dies ist vor allem gut, wenn man zu mehreren schießt. Außerdem zählen Treffer auch nicht, wenn man einen Ast vor dem Tier trifft. Ihr seht: WIRKLICH realitätsnah ;)
Meine Empfehlung: Den Nächsten freien oder Regentag nutzen und mal ausprobieren. Aber Vorsicht: Suchtgefahr!

Hier noch der Link zur Homepage wegen Adresse etc: http://3hdarchery.com

Sven Loki
Spezialist

Kommentare

Max Mayrhuber

Toller Bericht!!!
Schade das es so weit ist.... muss es aber unbedingt ausprobieren!!!

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