Remington Versa Max
Von Sascha Geißler, 20. Januar 2017

Da ich das große Glück habe, in einem erstklassigen Niederwildrevier jagen zu dürfen, begleitete mich bisher meine Bockflinte recht häufig ins Revier. Meist gilt es den Krähen und Tauben. Ab September kommen dann noch die Enten dazu und von Oktober bis Dezember ist mein Terminplan vorrangig für die jährlichen Treibjagden reserviert. Dieser Zeit fiebern mein Hund und ich jedes Jahr aufs Neue entgegen. Gerade bei der Krähen-, Tauben- oder Entenjagd ist aus meiner Sicht jedoch eine Selbstladeflinte in Camouflage-Optik das passendere Werkzeug. Meine geliebte FN B25 muss wohl noch bis zum Beginn der Treibjagdsaison im Schrank bleiben.

Erster Durchgang

Ein Jahr lang begleitete mich eine Remington Versa Max im Kaliber 12/89 in Camouflage Optik durchs Revier und bereits die ersten Tage mit dieser Waffe machten Spaß.. Die Versa MAx wurde Freitags geliefert und bereits am darauffolgenden Tag ging es zum Schießstand. Die Flinte und ich waren von Anfang an »gute Freunde«. Optisch und von der Haptik her, gibt es nichts zu beanstanden. Die Waffe ist gut ausbalanciert, jedoch, was aus meiner Sicht kein Nachteil ist, kein Leichtgewicht. Sie liegt mir ausgesprochen gut und lässt sich auch mit Magnumladungen sehr angenehm schießen und somit zerstaubten nach ein paar Anschlagübungen im ersten Durchgang sogleich 11 von 15 Tontauben. Im zweiten Durchgang waren es sogar 12 von 15.

Mir passte die Versa Max direkt so, wie sie geliefert wurde. Bedingt durch das umfangreiche Serienzubehör, zu dem auch diverse Unterlegscheiben zur Anpassung von Senkung und Schränkung des Schaftes gehören, ist jedoch eine Anpassung des Schaftes auf die persönlichen Bedürfnisse einfach und schnell machbar. Im stabilen Transportkoffer befinden sich zudem diverse Wechselchokes und sogar ein Abzugsschloss.

Laborierungstest
Der Hersteller wirbt damit, dass die Selbstladeflinte sämtliche Munition von 12/67,5 (24 g Vorlage) bis 12/89 Magnumladung ohne Ladehemmungen verträgt. Dies galt es natürlich ausgiebig zu testen. So wurden der Kipphase und einige Anschussscheiben zum Testobjekt. Wert habe ich insbesondere darauf gelegt, auch möglichst viele Sportpatronen mit geringer Vorlage und schwacher Ladung zu verschießen, da diese bei vielen Selbstladeflinten zu Ladehemmungen führen. Von günstigen Sportschrotpatronen 12/67,5 älteren Herstellungsdatums mit 24 g und 28 g Vorlage über Standard-Jagdmunition in 12/70 mit 36 g Vorlage bis hin zu 12/76 und 12/89 Magnumladungen stand alles zur Verfügung. Beim Testen wurden an diesem Abend deutlich mehr als 100 Schuss abgegeben und dies ohne auch nur eine einzige Ladehemmung. Meine Mitschützen und ich waren begeistert.

Die Versa Max hat mich sehr häufig zur Jagd begleitet. So einiges an Krähen, Tauben, Enten, Hasen und Fasanen wurde dabei zur Strecke gelegt. Leider ging die Testzeit viel zu schnell vorbei und ich musste die Waffe schweren Herzens wieder an den Leihgeber zurücksenden. Angetan von der sagen wir mal nicht vorhandenen "Munitionsfühligkeit" habe ich mir nun die kleine Schwester die Remington V3 gegönnt, die das gleiche Gasdrucksystem wie die Versa Max verwendet. Die V3 nutze ich nun seit Juni 2016 und werde demnächst berichten.



Jagdwaffen

Kommentare

Patrick Braun
Der Bericht trifft genau meinen Geschmack! Ich liebäugle schon sein zwei Jahren mit dem guten Stück, bin aber dann doch wieder zu geizig. Freue mich schon auf den Bericht über die V3. Weiter so!
Sascha Geißler
Vielen Dank. V3 ist in Arbeit