Härkila Trapper Master GTX - Sieht nicht schön aus, kann aber was!
Von Siegfried Pieper am 1. September 2015

Hallo zusammen,

ich habe dieses Frühjahr meine alten Jagdstiefel wegtun müssen, nachdem mir der Schuster nur noch sein Beileid bekundete und sie weit von sich gewiesen hat. Es war einfach an der Zeit Abschied zu nehmen...
Als Ersatz holte ich mir die Härkila Trapper Master GTX in der hohen Ausführung. Warum gerade die? Ganz ehrlich: Es war alles andere in meiner Größe ausverkauft. Aber ich war positiv überrascht, hier mein Bericht:

Der Schuh:

Der Trapper Master wird angepriesen als der perfekte Stiefel von Frühjahr bis Spätherbst. Als besonders geeignet für die Pirsch und das Ansitzen bei mäßigen Temperaturen. Der Hersteller wirbt damit, dass der Schuh rundum atmungsaktiv sei und sehr flexibel. Die Sohle soll besonders gut Stöße absorbieren und besten Grip liefern. Die Oberfläche ist aus Cordura und dem auffällig gestalteten Kunststoffgerippe auf den Außenseiten. Als absoluter Standard darf die Wasserfestigkeit gelten.


In der Praxis:

Ich habe mich als braver Konsument ganz an die Nutzungsempfehlung des Herstellers gehalten und war vorwiegend Pirschen und auf Ansitz ;-). Der Erste Eindruck beim Auspacken war überraschend eindeutig: MAN SIND DIE STIEFEL LEICHT!!! Ich war sehr positiv von diesem wirklich deutlich spürbaren Produktvorteil überrascht und dies setzte sich bei der Nutzung im Revier fort. Auch die 9`` Variante merkt man kaum am Fuß. Der hohe Schaft gibt guten Halt, ist aber fast zu fest. Es hat recht lange gedauert, etwas Geschmeidigkeit in den Schuh zu bekommen. Die Sohle ist für jeden Untergrund brauchbar aber natürlich kommt sie bei einem Pirschgang auf Schotter auch an ihre Grenzen. In der bei uns sehr heißen Blattzeit war der Stiefel noch angenehm zu tragen, was man bei einem Kunststoffprodukt nicht erwarten sollte. Bei Tagen jenseits der 30 Grad bin ich dann aber dann doch auf meine Couteneys umgestiegen. Anfang des Jahres waren die Nächte ausreichend warm, so dass er sich auch bei kühleren Temperaturen bewährte. Ich bin selbst gespannt, wie weit man in den Herbst rein jagen kann, ohne kalte Füße zu bekommen...


Mein Fazit:


Der Stiefel hält was er verspricht, wenn Härkila ihn als absolutes Leichtgewicht anpreist. Das ist der entscheidende Vorteil dieses Schuhs. Wenn ihr also einen Stiefel für gemäßigte Temperaturen sucht, um aus der Bewegung zu jagen, dann seit ihr hier genau richtig. Ich würde nicht nochmal die hohe Variante wählen aber es gibt den Trapper auch als etwas flachere 6`` Ausführung. Was jedoch sehr sehr gewöhnungsbedürftig ist, ist das Design. Mein Büma musste mir schon wirklich gut zureden, diesen wirklich nicht augenfälligen Schuh mit seinen seltsamen Kunststoffverstrebungen zu kaufen. Vielleicht bin ich altmodisch aber da steckt noch etwas Potential für die Herrschaften aus dem hohen Norden drin... Aber wenn man sich auf die inneren Werte konzentriert, bekommt man ein Klasseprodukt, das seine gut 300 Euro wert ist.

Ihr kriegt ihn bei jedem Büchsenmacher oder überall im Netz. Wie zum Beispiel hier bei WILDNISSPORT oder FRANKONIA...

Kommentare

jagd_osterzgebirge

Hi! Es ist ja seit dem Bericht einige Zeit vergangen und Herbst war auch, wie sieht es denn bisher mit dem Stiefel aus? Hat er die Erwartungen weiterhin erfüllt? Ich liebäugle für das Frühjahr und Sommer auch damit. Achso, und wie fallen die Größen aus?

Siegfried Pieper

Hey Sachsi, er hat sich in der Tat, weiter im Einsatz bewährt. Sie sind nach wie vor komplett und ohne Schäden... Ich trage sie zum Beispiel genau jetzt, wenn ich bei dem Mistwetter unterwegs bin. Kannst Du gut kaufen.

Sandro Schöpplein

Wie fällt der Schuh größentechnisch aus?

Siegfried Pieper

@Kneissl sry für meine späte Antwort. Die Schuhe fallen ganz NORMAL aus. Weder größer noch kleiner. Ist drin was drauf steht ;-)

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