Erfahrung STIHL MS291
Von Kai Schäffler am 3. Februar 2016

Vor circa zwei Jahren Stand der Kauf einer neuen Motorsäge ins Haus. Es sollte eine universal Maschine werden, mit welcher ich sowohl meine 10-20 Meter Brennholz im Jahr, ein paar Stangen für den Hochsitzbau oder auch mal das Unterholz beim Freischneiden der Stize sägen kann.

Da ich aus dem Stuttgarter Raum komme, kam natürlich nur eine STIHL in Frage, zudem waren auch die alten Motorsägen von meinem Großvater, welche ich bis zu dem Zeitpunkt verwendete, meist STIHL Maschinen.

STIHL bietet Motorsägen in drei Kategorien an:
- Privatanwender (consumer)
- Landwirtschaft und Gartenbau (semi – professionell)
- Forstwirtschaft (professionell)

Nach meiner Recherche ist der unterschied zwischen den Kategorien, die geplanten Betriebsstunden welche eine Motorsäge überleben sollte und die daraus resultierenden unterschiedlichen Materialien für Gehäuse, Kolben, Pleuel und Lagerung.

Da ich mit meiner Maschine vielleicht auf 30-40 Betriebsstunden im Jahr komme, habe ich mich für eine Maschine aus der Kategorie Landwirtschaft und Gartenbau (semi-professionell) entschieden.

MS291
2,8KW/3,8PS
5,6kg
40cm Schwert
Listenpreis 679Euro (minus 15-20% beim Händler)

Die Maschine ist recht groß und nach ein paar Stunden beim Brennholzsägen wird sie auch schwer, aber dafür hat man immer genug Leistung auch wenn das Schwert voll im Eingriff ist.
Wenn die Kette scharf ist, macht es richtig freute mit der Maschine zu arbeiten und durch das 40cm Schwert ist es auch mal ohne Probleme möglich, einen größeren Baum zu fällen und klein zu sägen.
Auch beim Hochsitzbau kam sie schon öfters zum Einsatz z.B. beim kürzen von Stangen oder Brettern, hier ist einfach der Vorteil, dass die Maschine schnell anspringt ihre Arbeit tut und dann wieder aus ist.
Zum Freischneiden ist sie aber etwas unhandlich.

Betreiben tue ich die Maschine mit MotoMix und SynthPlus von Stihl, mit beidem habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht. Die Maschine läuft mit dem MotoMix im Leerlauf ruhig und nimmt das Gas gut an. Aber vor allem stinkt und raucht es nicht mehr so, wie bei der Verwendung herkömmlicher Mischung die ja häufig aus einem Sicherheitsdenken heraus etwas zu Fett angemacht wird. Des Weiteren entmischt sich das MotoMix nicht bei einer längeren Standzeit, wodurch es über Jahre verwendet werden kann. Für das Kettenöl SynthPlus habe ich mich entschieden, da meine Maschine häufig längere Zeit steht und ich kein Biokettenöl wollte, welches verharzen kann. Aber Vorsicht, wenn man im Forst Holz macht ist häufig Biokettenöl vorgeschrieben.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass ich mit der Maschine sehr zufrieden bin, selbst nach längerer Standzeit läuft die Maschine nach kurzer Zeit problemlos an und verrichtet ihre Arbeit perfekt. Einzig zum Freischneiden ist Sie etwas zu groß, dafür werde ich mir in nächsten Jahren noch eine etwas kleinere Motorsäge zulegen.

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