Lodenmantel, Lodenparka – optisch nicht schick aber GOLD Wert!
Von Katharina M. Longrange am 20. Dezember 2015

Moin moin!
Hier möchte ich euch kurz meine optischen 150 Zusatz-Kilos vorstellen, die ich aber um keinen Preis mehr hergeben würde.

undefined

Ich habe als Frau sicher einen Seltenheitswert mit einem Lodenmantel. Sobald es etwas kälter wird, trage ich ihn konsequent, ob auf Drückjagd oder Ansitz. Ich sehe scheiße damit aus, aber das Ding ist absolut Gold Wert und ich gehe ja zur Jagd, nicht auf den Laufsteg! Warum der gute Loden mir so ans Herz gewachsen ist, möchte ich euch im Folgenden erläutern.

Zum Produkt:
Es handelt sich um einen (Herren-) Lodenmantel von Lodenfriedl (gibt es hier) den man sehr praktisch mit ein paar Handgriffen auch zum Parka umwandeln kann.
Außen hat er 4 sehr tiefe Taschen und eine ideal an der Brust für das Smartphone zum Beispiel.

undefined
undefined

Innen sind weiter 2 große Taschen mit Knopf und eine mit Reisverschluss. Gefüttert ist das gute Stück mit Loden und Thermovlies. Er hat einen hohen Kragen mit Knebelverschluss, auch die Ärmel sind verstellbar durch 2 Hirschhornknöpfe.

undefined
undefined

Verschließbar ist der Mantel mit einem 2-Wege-Reißverschluss nebst verdeckter Knopfleiste.

undefined

Auch ein Taillenzug mit Stopper ist eingebracht und innen besitzt er Lodenumschläge für die Knie.

Nun in die Praxis:
Einmal angezogen muss man sagen: bequem das Ding. Wenn man sitzt kann man sich wunderbar „einkuscheln“, Kragen aufstellen und die Hände fast bis zum Ellbogen in den Außentaschen vergraben. So halte ich es auch eine ganze Nacht auf Sauen im Schnee aus. Ist es ganz kalt, so kann man einfach innen die Umschläge noch auf die Knie legen (Tipp: da einfach noch Kaninchen oder ähnliches Fell aufnähen, dann wird’s ganz bequem).

undefined
undefined
undefined

Doch das kann ja bisher der Ansitzsack auch oder?
ABER:
Zum aufbaumen ist ein langer Lodenmantel (mir reicht er weit über die Knie) ja schon mal recht unpraktisch. Hier wurde mitgedacht. Innen sind Knöpfe eingenäht, was es möglich macht ihn zum Beispiel vorne nach oben zu knöpfen, so dass man nicht auf ihn drauf tritt.

undefined
undefined
undefined

Die Knöpfe gehen rundherum, man kann aus dem Mantel also auch sehr schnell einen Parka machen. Deshalb begleitet er mich auch Drückjagden (vielleicht nicht wenn ich mit durchgehen will, aber auf einem Stand möchte ich ihn nicht wegdenken.)
Trotzdem der Mantel sehr klobig ist, ist der nicht all zu schwer. Nur in den Spiegel schauen sollte man dann doch vielleicht lassen. Er ist so gut geschnitten, dass man auch, wenn man schnell in Anschlag muss, kein bisschen eingeengt ist.

undefined

Auch Regen ist kein großes Problem. Ich hatte ihn in 6 Stunden konsequentem Nieselregen an. Er wird zwar etwas schwerer, aber drunter blieb ich warm und trocken.
Als Jägerin hatte ich natürlich einiges in den Taillenzug gesetzt, damit ich vielleicht nicht ganz so wie eine Tonne daher komme, dieser bringt aber leider zumindest optisch nichts.

Mein Fazit:
Mit um die 400 Euro ist das gute Stück zwar nicht billig, aber im Normalfall hätte ich mir zwei Jacken gekauft: eine für den Winter, eine vielleicht noch für Regen und eventuell, grade für Nachtansitze noch einen Ansitzsack. Damit wäre ich um einiges teurer gekommen! Und so habe ich eins für alles. Sicherlich gibt es für Dauerregen etwas Besseres als einen Lodenmantel. Aber bei Dauerregen gehe ich in der Regel ohnehin nicht raus.
Ich gebe ihn nicht mehr her und stehe auch dazu. Ganz egal wie ich damit aussehe. Nur hoffe ich, dass es vielleicht dann irgendwann mal eine Version für Damen gibt ;) Wenn dem so ist und ich die Gelegenheit habe, ihn zu testen, lest ihr natürlich wieder von mir.
Bis dahin: Waidmannsheil !



Kommentare

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklärst du dich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Mehr erfahren