Systembettung Tikka T3
Von Flo . am 9. Mai 2016

Moin Moin Geartester,

habe heute meine 2. Bettung durchgeführt. Nach dem zuerst mein KK dran glauben musst, war heute die Tikka dran.

Warum überhaupt Betten? Weil wir eine präzise Passung zwischen System und Schaft wollen, um so das Präzisionspotenzial voll auszunutzen und Funktionsfehler eliminieren.

Bei der Tikka habe ich ein Bettungskit verwendet. Vorab daran schonmal die Kritik:

Das Wiko Epoxy 05 ist zu flüssig -> Besser WEICON A nehmen
Das im Kit enthaltene Trennwachs ist flüssig und schlecht aufzubringen -> besser ist Trennspray vom Grill

Ausserdem enthält das Kit 2 Pillars, die Ich allerdings nicht verwendet habe. Da bei der CTR Ausführung die Bodenplatte aus Metall ist und die Schrauben kaum Spiel im Schaft haben, bin ich der Meinung, dass im Zusammenspiel mit dem Rückstoßstollen, das System als Widerlager reichen sollte. Pillarbettung lohnt sich jedoch besonders bei Holzschäften.




Bitte Sicherstellen, dass die Waffe ungeladen ist.

Danach können wir anfangen zu demontieren. Das System ist mit der Bodenplatte über 2 Torx Schrauben verbunden.







Jetzt widmen wir uns der Demontage der Abzugseinheit. Dazu muss die Imbusschraube im Bild gelöst werden.



Eine Besonderheit bei der Tikka ist, dass der Schaft ab Werk mit 2 Druckpunkten am Lauf kommt. Da bei unterschiedlicher Auflage und besonders beim Schießen mit Zweibein unterschiedliche Belastungen am Schaft auftretem, habe ich mich entschlossen, diese zu entfernen.



Danach geht es weiter an die Vorbereitungen fürs betten. Hierzu habe ich den Schaft eingespannt.




Als nächstes werden alle Öffnungen in denen wir kein Epoxy haben wollen mit Knete verschlossen. Falls euer Spielzeughändler des Vertrauens bereits geschlossen haben, so ist Knete mit wenig Aufwand auch selber zu machen. (Wasser, Mehl, Salz und Öl)
Die Systemoberfläche wird mit Trennwachs engepinselt.





Mit dem Trennwachs nicht sparsam sein. Das Metall und Epoxy in Kontakt kommen ist unbedingt zu vermeiden! Anschließend den Schaft an den stellen wo das Epoxy überlaufen könnte abklebe.



Wichtig ist, vor dem Epoxy alle Flächen gründlich zu entfetten.Die Vorbereitungen sind abgeschlossen - jetzt geht es ans betten.





Das System nach dem verteilen des Epoxy in den Schaft einlegen. Dabei darauf achten, dass es an der richtigen Stelle sitzt. Besonderheit bei der Tikka: Der Rückstoßstollen ist nicht mit dem System verbunden. Diesen herausziehen (Achtung ALU!), etwas Epoxy in die Nut geben und wieder rein drücken. Damit ist nach dem aushärten jegliches Spiel beseitigt.




Von Oben Druck ausüben (siehe Foto) und aushärten lassen.




Nicht neugierig werden und das System zu früh lösen. Zäh ist das Epoxy bereits nach 5 Min. Übergequollenes Epoxy kann vorsichtig mit dem Cuttermesser entfernt werden.

Remontage erfolgt dann in umgekehrter Reihenfolge.




Horrido und Waidmannsheil!

Drl

Flo .
Greenhorn

Kommentare

Waidmann

Drl,

danke dir! Ein klasse und ausführliche Anleitung! Ich habe zwar keine Tikka, muss aber trotzdem ein Lob aussprechen. Solch eine Anleitung hilft ungemein!

Wmh
Waidmann

Flo .

@Waidmann

Hallo,

gerne. Freue mich über positive Rückmeldungen. Welches System verwendest du vielleicht kann ich dir helfen.

Horrido!

Flo

Gerald Auer

Die "plastik" tikkaschäfte binden nicht ordentlich mit epoxy ab...gfk schäfte schon.

Daher wird es sich nach einiger zeit lösen

Hellbert

Schöne Illustration.
Vorher/nacher-Bilder bezüglich des Schussbiildes wären interessant gewesen. Wieviel hast du den an Präzission rausgeholt und was macht es an Gewicht aus?

Frage mich jetzt, ob es viel bringt, die Pillars weg zulassen. Bin mir nicht sicher, ob ich das System richtig verstanden haben, aber das System soll doch möglichst fest sitzen und nur der Lauf soll Schwingen.

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