Testbericht - Fiskars K40 Universalmesser
Von Deutscher Jagdblog am 17. Februar 2015

Immer wieder stellt man uns die Frage nach einem wirklich gutem Jagd- und Outdoormesser. Dass gut und zuverlässig nicht immer teuer sein muss, wollten wir anhand des Fiskars K40 Universalmesser überprüfen. Auf den ersten Blick ein einfaches Messer mit viel Plastik, dass ein wenig vertrauenswürdigen Eindruck erweckt. Doch was für Qualität man für unter 10€ geliefert bekommt, überraschte unsere Tester. Eignet es sich zum jagdlichen Gebrauch?

Das Unternehmen Fiskars steht heute für hochwertige Produkte für den Haushalts-, Garten- und Freizeitbereich. Bekannt sind vor allem die Fiskars Äxte und Beile, die sich nicht nur bei Outdoorfreunden großer Beliebtheit erfreuen. Fiskars, 1649 in Finnland als Eisenwerk im gleichnamigen Dorf gegründet, ist heute eines der ältesten Unternehmen der Welt. Weltweit bekannt wurde es, nach der Expansion in die USA, mit der Herstellung der ersten Schere mit Kunststoffgriff. Heute gehört unter anderem die Marke " Gerber" als eine der bekanntesten Messermarken mit zum Konzern. Wie also passt ein einfaches Messer für ca. 10€ mit Plastikgriff und -scheide in diese Produktpalette?

Das Messer


undefinedEs ist 21cm lang und wiegt gerade einmal 56g. Die Klingenlänge beträgt 10cm. Sie ist aus gehärteten, rostfreien Stahl. Sie ist gerade, beidseitig geschliffen und läuft vorn spitz zu. Die Schneide ist in diesem Abschnitt der Klinge für diesen Zweck einfach abgerundet auf die Spitze zulaufend. Die Klingenlänge beträgt 10cm. Der 11cm lange Kunststoffgriff verfügt im vorderem Bereich über einen Fingerschutz in Richtung der Klinge. Der Griff ist ergonimisch geschwunden. Er ist innen hohl und am Ende mit einer orangenen Plastikkappe versehen, die abnehmbar ist. Die Scheide verfügt über eine Öffnung an der Spitze und weitere 4 Öffnungen an der Überseite. An der Öffnung der Messerscheide ist eine Kunststofflasche angebracht, über die sich das Messer beispielsweise am Gürtel befestigen lässt. Das Messer, mit seinen gerade mal 72g Gesamtgewicht, ist schwimmfähig. Der Hersteller gibt 5 Jahre Herstellergarantie.

Das Messer im Test


Das Fiskars K40 Universalmesser ist sehr sehr scharf. Aus der Verpackung genommen, verfügt es über einen rasiermesserscharfen Schliff. Es überrascht mit seiner Leichtigkeit. Trotz dass der Griff hohl ist, ist das Messer insgesamt sehr gut austariert und nicht wie erwartet kopflastig. Es liegt damit wirklich einwandfrei in der Hand. Das allerwichtigste aber ist, es schneidet! Der Schnitt ist wirklich präzise, sehr weich und einfach undefinedzu führen. Die gerade Klinge ermöglicht dabei über die ganze Länge einen sehr sauberen Schnitt. undefined

Was damit auf den ersten Eindruck bereits überrascht wird in der Praxis ebenfalls bestätigt. Hier überzeugt nicht allein die sehr zuverlässige Arbeit mit dem Messer, das sich problemlos für das Aufbrechen von Schalenwild eignet, sondern die überdurchschnittliche Robustheit und Schnitthaltigkeit. Trotz des leichten Kunststoffgriffes und der einfachen Kunststoffscheide sitzt das Messer fest und solide. Die Klinge wird zuverlässig geschützt. Es nimmt keinen Schaden durch einen Fall und sitzt damit auch Stoßsicher. Die Klinge sitzt fest im Kunststoffgriff. Hier gibt es kaum Abnutztungserscheinungen. Lediglich der aufgedruckte Fiskars Schriftzug zeigt Abrieberscheinungen, die keinerlei Beeinträchtigungen aufweisen. Darüber hinaus sind alle Plastikkompomenten sehr bruchsicher. Die Klinge behält auch bei häufigem, fachgerechtem Gebrauch ihre Schnitthaltigkeit. Erst nach 5 Wochen war hier ein Schärfen notwendig. Danach war das Messer praktisch wie neu und verlor nichts von seiner Zuverlässigkeit. Zum Nachschärfen haben wir ohne viel Aufwand den SharpNEasy von Accusharp verwendet.

undefinedBesonders schön einfach, gestaltet sich bei den hervorragenden Eigenschaften des Messers die Reinigung. Es lässt sich einfach abwaschen und desinfizieren. Es ist absolut Spülmaschinenfest und kann in gänze problemlos mitgespült werden. Die Öffnungen der Messerscheide erlauben auch im Revier oder "Draußen" eine schnelle Reinigung, ohne dass das Messer gesondert getrocknet werden müsste.

Die orangene Schutzkappe am Ende des Messergriffes signalisiert nicht nur das vorhandensein eines scharfen Gegenstandes, sondern lässt sich problemlos herausnehmen. Für uns ergab sich dadurch die praktische Möglichkeit den Innenraum des Griffes nutzen zu können. Hier lassen sich zwei Einweghandschuhe verstauen und somit in Verbindung mit dem Messer immer mitführen.

Lediglich die Plastikvorrichtung zum befestigen am Gürtel oder anderen Ausrüstunggegenständen haben wir verbesserungsbedürftig empfunden. Sie hält zwar zuverlässig am Gürtel, kann aber am unteren Ende an flexiblen angebrachten Biegestelle abknicken bzw. brechen. Die Frage ist dabei, ob man das Messer zwingend am Gürtel besteigen muss, oder es nicht einfach so in der Beintasche mitführen kann. Wir haben uns stets für die zweite Variante entschieden.

Verwendungsmöglichkeiten


Wir haben das Messer als Jagdmesser für den täglichen Gebrauch verwendet. Hier überzeugte es vor allem undefined beim Aufbrechen. Beim Reh- und beim Damwild kann man sehr präzise und unkompliziert, der sehr guten Schnitthaltigkeit sei Dank, alle Auf- und Abschärfarbeiten vollziehen. Hier überzeugt das Messer auf ganzer Linie. Davon konnten sich auch auf den letzten Drückjagden mehrere Waidgenossen überzeugen, die von diesem 10€ Messer für diese Zwecke ebenfalls sehr überrascht waren. Auch das Aufbrechen des Schlosses beim Rehwild gestaltet sich mit diesem Messer problemlos. Ringeln ist mit dieser Klinge geradezu eine Leichtigkeit, da Eindringtiefe und Schnittvermögen für diesen Zweck perfekt passend erscheinen. Auch beim aus der Decke schlagen hat sich das Messer aufgrund der präzisen Schnitte bewährt. An seine Grenzen kommt es allerdings beim Aufbrechen von Schwarzwild. Hier wird beim Brustkorb und für das Schloss nach wie vor eine Säge empfohlen. Für alle weiteren Arbeiten ist das Messer aber auch beim Schwarzwild geeignet.

Im Revier kann man natürlich auch einfache Schnitte an Pflanzen und am Holz durchführen, solange man keine alzu groben Holzarbeiten vornehmen möchte. Kerben oder einfache Schnitzarbeiten sind, wenn benötigt, ebenfalls eine lösbare Aufgabe für dieses Messer. Natürlich kann man das Messer auch in der Küche als Gemüsemesser oder ähnliches benutzen. Wir haben es jedoch als praktisches Messer fürs Revier, oder auch zum Angeln, kennen und schätzen gelernt.

Fazit


Insgesamt lässt sich dieses Messer als wirkliche Überraschung bezeichnen, welches trotz des billigen Ersteindrucks auf ganzer Linie der jagdlichen Verwendungszwecke überzeugt. Ein wirkliches Universalmesser, welches zum täglichen jagdlichen Gebrauch aber auch zum Fischen ideal geeignet ist! Bei diesem Preis-Leistungsverhältnis erscheint jegliche Diskussion Fehl am Platz. Selbst dieser Artikel ist bei diesem hervorragenden Gebrauchsmesser zu diesem Preis völlig überflüssig, da es in der Praxis einfach nur überzeugt. Wir haben mittlerweile mehrere Fiskars K40 in Benutzung und können sie seitdem als zuverlässige Jagdgebrauchsmesser sehr empfehlen. Viel Spaß beim Ausprobieren, euer Team Deutscher Jagdblog!

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Kommentare

Marco Alff

Kann ich absolut bestätigen und auch empfehlen. Ich nutze 2 dieser Messer bereits seit 10 Jahren. Der günstige Preis lässt einen Verlust auch locker verschmerzen.

Was auch zu empfehlen ist...die Messer von Mora. Gibt es im Baumarkt teilweise für 5 €

Deutscher Jagdblog

Ja, da kann ich Dir nur zustimmen, ich habe selber auch ein Morakniv. Du kannst auch einen Testbericht über die schwedischen Messer auf der Seite der den Kollegen von hvnting.de finden.

Musst allerdings etwas nach unten scrollen, da der Bericht schon etwas älter ist.

Marco Alff

wozu brauch ich einen Testbericht, wenn ich das Messer ohnehin schon super finde? ;-)

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