Jungjägeroptik Swarovski Z8i 2-16x50 HD SR
Von Jagderfinder , 17. März 2017

Moin liebe GearTester
und herzlich willkommen zu meinem neuen Test!





Ja genau, ihr habt richtig gelesen: Jungjägerglas! Warum ich dieser Meinung bin, dazu komme ich jetzt.

Zuerst sollte man sich die Frage stellen, welche Jagdarten man in der Zukunft plant oder welche Gelegenheiten man natürlich hat?




Einsatzspektrum
Bei mir ist es primär das Rehwild, welches mitunter über große Distanzen genau angesprochen werden will, also wäre eine Zieloptik mit großer Vergrößerung hilfreich, um nicht extra ein Spektiv mitnehmen zu müssen.

Als nächstes wird auch gerne Schwarzwild bejagt, welches in der Regel in der Nacht aktiv ist, also fügen wir noch eine gute Dämmerungsleistung hinzu.



Drückjagd und Pirsch
Auf den Drückjagden benötigt man dann für den instinktiven, schnellen Schuss eine Optik mit großem Sehfeld.
Wenn die Umstände es erlauben, pirsche ich gerne und achte dabei auf jedes Gramm Gewicht.

Klingt nach der Suche nach der „eierlegenden Wollmilchsau“, nur bin ich fündig geworden: Im Swarovski Z8i 2-16x50 HD SR

Und warum nun Jungjägeroptik?
Wenn man alle Attribute zusammenzählt, kann man die meisten Jagdarten mit der Büchse mit diesem Glas abbilden und muss so wenig Kompromisse wie möglich eingehen.

Die Detailschärfe und die Kontraste sind, wie schon beim Z6i einzigartig und für mein Empfinden sind die Optiken von Swarovski derzeit das Beste am Markt.

Kritik
Ein Kritikpunkt zum Z8i ist für mich sicherlich die Leuchtpunktverstellung, die hinten auf dem Tubus sitzt und einem Schalenabdruck ähnelt. Das Feedback der Knöpfe ist schlechter als das der seitlich angebrachten Knöpfe des Z6i.



Sicherlich gibt es Anforderungen, die Spezialisten, wie Leuchtpunktvisiere a lá Aimpoint & Co besser können, aber dies bedeutet natürlich wieder weitere Kosten!
Ich gehe ganz bewusst jetzt nicht auf technische Finessen, wie den 8-fachen Zoom oder den automatischen Leuchtpunkt ein.

Für mich ist einfach das Einsatzspektrum unschlagbar und der Preis relativiert sich schnell, da es sich normalerweise um eine Lebensinvestition handelt.
Wer dennoch mit dem Preis hadert, sollte einen Blick auf das Z4i werfen, welches ebenso eine brillante Optik aufweist.

Viele Grüße und Durchhalten bis zur Bockjagd!

Optik

Jagderfinder
Spezialist

Kommentare

Patrick Braun
Wie viele Taler hast du denn dafür hingelegt? Das Z8i mit 56 mm Objektiv kostet bei den üblichen Händlern auch nicht signifikant mehr, wenn auch die Mehrleistung in der Dämmerung fraglich ist. Oder ging es auch um die Höhe auf der Büchse? Toller Bericht! Vor allem sind viele Bilder immer sehr schön.
Totto
Guter Bericht über ein klasse Glas, doch machen wir uns mal nix vor, für den klassischen JJ definitiv zu teuer. Auch ich habe die ersten Jahre mit einem guten, alten S&B in 6x42 gejagt und Strecke gemacht. So schlecht war es jetzt auch nicht. Ich denke bei bescheidenen Budget für den Anfang völlig ausreichend.
Benn
Toller Bericht und Gratulation zum neuen Glass . Aber ich denke das es vielleicht doch nicht das Standart glass ist für den Jungjäger .. wahrscheinlich etwas zu teuer , da ist dann doch das Z4i die günstigere Lösung . oder vielleicht das Zeiss Conquest V6 ... eine gute Alternative.
Ober Jäger
Wirklich ein absoluter Allrounder. Mehr kann man sich doch nicht wünschen als 2-16, oder?
Totto
@jagderfinder Was war denn an deinem Z6i so verkehrt, dass du es mit einem Z8i ersetzt hast?
Jagderfinder
@Totto An dem Z6i war gar nichts verkehrt, haben ist bekanntlich besser als brauchen...;) (wie bei allen Jagdsachen) In erster Linie ist das Sehfeld bei minimaler Vergrößerung schon top, also auch wirklich drückjagdtauglich. Dann weniger Gewicht und ein feinerer Leuchtpunkt.