Der Waidlochauslöser/ Ringelhilfe Butt out 2
Von Sven Monz am 20. August 2016

Waidmannsheil GearTester.
Heute möchte ich euch meinen neuen Helfer bei der Jagd vorstellen. Da für mich als Jäger und begeisterter Fleischesser das Wildbret eins der höchsten Güter darstellt, bin ich stets bestrebt es in bester Qualität zu verarbeiten.
In meiner jagdlichen Ausbildung wurde mir das Aufbrechen so gezeigt, wie es wahrscheinlich die meisten von euch kennen: es wurde das Schloss geöffnet um Darm und Blase zu entnehmen. Da mir dies oft zu umständlich war und ich mich dabei sogar schon verletzte, musste etwas Neues her. Der ausschlaggebende Punkt war aber für mich immer die Austrocknung an den Rändern der Keulen. Klar ist hier dass, was man letztendlich wegschneidet nur ein sehr geringer Anteil, aber es muss ja nicht sein, wenn es auch anders geht oder?
Meine Freundin erlernte in der Jagdschule hingegen ausschließlich das Ringeln und dies erschien mir eine wirklich gute Alternative. Als Ergänzung dazu schaffte ich mir den Butt Out 2 an, da mir, vor allem beim Rehwild das Ausschärfen um den Darm herum doch auch zu „umständlich“ bzw. einfach zu viel Fummelarbeit war.



Zur Praxis:
Da der Butt Out 2 eher für Weißwedelhirsche gedacht ist, da er aus dem amerikanischen Raum kommt, erschien er mir für Rehwild zunächst sehr martialisch. Doch es funktionierte erstaunlicherweise sehr gut.
Die vorne angebrachte Spitze wird in das Waidloch eingeführt, bis zu dem angebrachten „Anschlag“. Danach, zum Lösen des Enddarms, wird der Griff mehrmals gedreht (etwa 3-4 Mal). Das Lösen des Darms spürt man auch sehr deutlich, da hier der Widerstand spürbar geringer wird.
Dann zieht man den Waidlochauslöser heraus, der Darm löst sich dabei und zieht sich mit heraus. Anschließend verknote ich das abgeschärfte Ende und schiebe dies wieder durch die Keulen zurück ins Stück. Danach kann ich alles von „vorne“ beim „normalen“ Aufbrechen entnehmen, das Schloss bleibt dabei unangetastet.

Fazit:
Ich bin mit dem Butt Out 2 seh zufrieden, auch wenn ich zunächst der Größe gegenüber skeptisch war, ob es auch für Rehwild geeignet ist. Nach einem ersten Test hat er mich aber sehr überzeugt und seitdem ist er einer meiner Begleiter auf der Jagd. Viel sauberer und einfacher kann man ein Stück einfach nicht aufbrechen finde ich. Durch die Farbe im knalligen Orange ist er auch in der Wiese recht leicht wieder zu finden.
Über die Haltbarkeit kann ich bisher noch nichts sagen, aber es ist recht stabil wirkendes Plastik und ich denke beim normalen Gebrauch entsteht nicht so schnell eine Beanspruchung, wobei er kaputt gehen würde.
Die Kosten von 13,50€ finde ich auch wirklich fair. Zu kaufen gibt es ihn zum Beispiel hier:

Schritt 1:


Drehen und dann: Schritt 2



Schritt 3:

Sven Monz
Spezialist

Kommentare

Hans Forstmann

Sieht schlimm aus, das Teil aber funktioniert! Kann ich nur bestätigen...

Hunting Corner

Versteh ich das richtig, dass du da gar nicht mit dem Messer ringeln musst, sondern sich nur durch drehen des "Butt out" der Darm mit Waidloch löst?

Sven Monz

@corner
Ja das ist so richtig, war zumindest jetz bei mir beim Rehwild so.

Kevin Scherbarth

Hast du es auch schon an Schwarzwild getestet?

Gruß und WMH

Sven Monz

@WW-Jagd
Nein, leider gehören da immer zwei dazu und die Sauen hatten bis jetzt immer nen anderen Terminkalender als ich....;)
Kann mir aber nich vorstellen, dass es so einen grossen Unterschied macht.
Werde dem Bericht aber sofort die Ergänzung mit Bildern hinzufügen, wenn es geklappt hat.

Horrido und WMH

Patrick Braun

Sehr gute Info! Schon oft gesehen, aber war immer skeptisch. Ist mal einen Versuch wert, denke ich. Noch schneller geht es wahrscheinlich wenn man zusätzlich die Vorratspackung Gleitgel von Beate Uhse hat.. ;) Waidmannsheil

Sven Monz

Auch ne gute Idee...
Schreibst dann mal nen Bericht drüber?! :)
Horrido

Patrick Braun

Wird gemacht! Erklärungen für die Herzallerliebste wieso man mit dem Gleitgel zum Ansitz geht inclusive. :D

A W

Super Teil hab einen schon seit Jahren.. Bin begeistert und funzt auch beim Schwarzwild

Totto

Ich benutze ihn auch, aber:
-bei geringem Rehwild ist die Größe für mein dafür halten eher grenzwertig.
- ohne beim drehen die Blase zu zerstören klappt es bei Rehwild sehr selten.

Bin deshalb wieder dazu übergegangen Rehwild wieder klassisch mit gutem Messer von Hand zu ringeln.

Andreas Hunter

Hab ich mir doch glatt bestellt..... hoffe es klappz bei mir dann auch so hut wie hier beschrieben!

Wmh

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