Praxiserfahrungen Aimpoint H34L
Von Kai Schäffler am 20. Januar 2016

Letztes Jahr habe ich mir auf meiner Drückjagdbüchse ein Aimpoint H34L montieren lassen und will euch heute mal von meinen ersten Erfahrungen nach der zurückliegenden Drückjagdsaison berichten.

Von der Technischen Seite her, gibt es ja schon genügende Testberichte in welchen über das Aimpoint berichtet wird. Ich möchte euch aber einfach mal von meinen ersten Eindrücken von der Jagd mit dem Aimpoint mitteilen.

Die damalige Entscheidung welche neue Drückjagdoptik ich mir zulege war nicht ganz leicht, aber irgendwann war der Entschluss gefasst, mein Swarovski 1,5-4,5x20 zu verkaufen und mir ein Aimpoint H34L zu kaufen.
Ich wollte eine neue Optik mit einem Rotpunkt, war mir aber nicht sicher, ob ich ohne Vergrößerung klar kommen würde.

Nach nun einer Saison kann ich sagen, dass ich die Entscheidung nicht bereut habe.

Das Schießen mit beiden Augen offen musste am Anfang auf dem Schießstand und dem Schießkino etwas geübt werden, aber dann machte es richtig Spaß. Das tolle ist, dass man den Überblick behält und im Prinzip keine Einschränkung in seinem Sehfeld hat.

Bei uns in den Revieren gibt es viele Naturverjüngungen und auch die Stände sind meistens offen weshalb häufig freihändig stehend auf ca. 50 - 60 Metern geschossen wird.
Des Weiteren wird bei uns häufig mit vielen Hunden gejagt, was bedeutet das die Sauen oft mit recht viel Dampf durch das Treiben ziehen.
Bei diesen Entfernungen und in solchen Treiben hat das Aimpoint seine stärken, vor allem wenn die Sauen z.B. im vollen Galopp aus der Dickung auf 10 - 15 Meter Entfernung durchbrechen.
Es ist aber auch möglich etwas weiter mit dem Aimpoint zu schießen wenn das Wild verhofft, vor allem mit der 2 MOA Version, so konnte ich auch schon einem Reh ein sauberen Schuss auf ca. 80 - 90 Meter antragen, aber eben sitzend aufgelegt mit Zeit zum schießen.

Ich persönlich kann nur sagen, dass ich total begeistert bin von dem Aimpoint und die Vergrößerung kein einzigen Mal vermisst habe. Im Gegenteil die fehlende Vergrößerung schützte mich sogar schon davor zu weite Schüsse auf ziehendes Wild zu wagen, welche dann in der Vergangenheit zu Nachsuchen geführt haben.

Wenn ich aber nochmals vor dem Kauf stehen würde, würde ich mich dieses mal sehr wahrscheinlich für das H30L entscheiden. Da beide Aimpoint H34L und H30L momentan ca. 540 Euro im Internet kosten, die Montage des H34 kostet aber wegen den 34mm Ringen bei einer EAW Montage erheblich mehr, in meinem Fall 440 Euro.

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