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Fernglas Minox BL 8x52 HD

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MINOX BL 8x52 HD


Wir vom Jagd-Team Nordschleswig hatten die große Freude das neue Fernglas der BL HD Serie von MINOX, das BL 8x52 HD, testen zu dürfen und möchten Euch dieses im Folgenden etwas genauer vorstellen.

Das Fernglas

Das gesamte Glas sowie Gehäuse der BL HD Serie ist Made in Germany, die Linsen sind Mehrschichtvergütet und das Innenleben gegen Beschlag mit Argon Gas gefüllt. Außerdem ist es bis zu 5m Wasserdicht. Das Gehäuse ist für eine besondere Griffigkeit gummiert, die Augenmuscheln sind individuell einstellbar, auch für Brillenträger. Ebenso lässt sich ein Dioptrien Unterschied der Augen bequem pro Seite ausgleichen. Das Triebrad zum Fokussieren ist angenehm leichtgängig. Im Lieferumfang enthalten sind neben dem Fernglas, ein breiter und bequemer Neoprentrageriemen, Linsenabdeckung für beide Seiten, eine Tragetasche und ein Putztuch.

Handhabung

Als allererstes fällt einem die leichte und kompakte Bauweise des Fernglases auf. Man erwartet bei einer Vergrößerung von 8x52 schon ein gewisses Gewicht und wir waren überrascht von seiner Leichtigkeit und guten Führung. Wie schon bei den Vorgängermodellen der BL Serie sind die einzelnen Gläser durch zwei kleine Brücken miteinander verbunden und nicht, wie üblich und bekannt, durch eine größere. Dies hat besonders für Jäger den riesen Vorteil, dass man es mit der ganzen Hand fest umschließen kann und es sich somit auch wunderbar einhändig lange still halten und führen lässt. Bei der neuen BL HD Serie kommt hinzu, dass die Linsen ein noch kontrastreicheres lichtstarkes Bild wiedergeben, was das Fernglas zu einem echten Allrounder macht. Durch die leichte und kompakte Bauweise ist es ein optimales Glas für die Pirsch, dem Reviergang oder der Revierfahrt. Durch seine kontrastreichen und lichtstarken HD Linsen ist es für uns auch das Glas, welches wir wählen, wenn es um schlechtere Lichtverhältnisse oder um die Nachtansitze geht.

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In der Praxis

Wir hatten die Gelegenheit das Glas den Winter über zu testen. Einer Zeit in der Pirschgänge und Revierfahrten weniger zum Tagesgeschehen gehören und in der die Lichtverhältnisse oft alles andere als gut waren. Regen, Schneegraupel, Nebel und kurze Lichtphasen dominierten den Tag. Perfekt, damit das Fernglas mal zeigen kann, was die HD-Linsen so können. Das Glas hat uns bei Nachtansitzen auf Raubwild ebenso begleitet, wie bei Ansitzen auf Schalenwild im schneebedeckten Wald.

Neben der guten und kompakten Handhabung hat uns besonders das gestochen scharfe Bild beeindruckt. Oft habe ich in der Morgendämmerung oder an grauen Tagen mit starkem Schneefall durch das Fernglas Farben und Dinge erblicken können die mir sonst den ganzen Tag verborgen geblieben wären. Gerade die starke Farbwiedergabe der HD Linsen ließ mich Wild im winterlichen Grau der Umgebung schnell ausmachen.
So kam es auch zu dem Rehkitz auf dem Foto. Ich ging früh morgens in den Wald. Das Laub war gefroren und im Dunkeln bahnte ich mir, so leise nur irgend möglich, den Weg zu meiner Ansitzleiter. Sobald die Morgendämmerung anbrach und es etwas heller wurde begann der Nebel vom Boden aufzusteigen und die kleine Lichtung, die gerade erst aus der Nacht aufgetaucht war, verschwand im Nebel. Es war einer dieser Tage im Januar an denen es schien, als ob es gar nicht mehr hell werden würde. Ein Morgen den ich dachte abschreiben zu können, denn mit bloßem Auge lag die Sicht unter 50 Metern. Die nächsten zwei Stunden vergangen ohne Ansicht, es war zwar ab und an Bewegung auf dem gefrorenen Laub zu hören, aber nicht ein einziges Mal etwas zu erblicken. Diesen Morgen wurde mir bewusst was sich an dem Glas durch die neuen HD-Linsen verändert hatte. Denn sobald man durch das Glas schaute wurde nicht nur das Bild aufgehellt, sondern das einheitliche grau verschwand und es ließen sich die Farben der Bäume wieder klar ausmachen, fast so als sei der Nebel zurückgewichen. Doch nahm man das Glas wieder ab, schaute man wieder in die einheitlich trübe Suppe. So saß ich also den ganzen Morgen mit dem Glas vor den Augen und konnte bald darauf Rehwild ausmachen. Erst eins, dann zwei... kurz darauf war ich mir sicher. Ich hatte vier Stücke Rehwild vor mir, zwar in beträchtlicher Entfernung und in dichtem Bewuchs, doch mit dem Glas ließ sich die Farbe der Decke klar aus dem Grau der Umgebung trennen. Es war eine Ricke mit drei Kitzen, zwei von ihnen sehr starken, kaum von der Ricke zu unterscheiden und eines, in etwas Abstand, deutlich zu klein für sein Alter. So zögerte ich nicht lange und als ich meine Lücke zwischen zwei jungen Buchen fand, trug ich meine Kugel an. Der Schuss saß und das Stück lag im Knall. Erleichtert machte ich mich kurze Zeit später auf das Stück zu bergen. 140 Schritt entfernt fand ich es am Anschuss mit einem sauberen Treffer. Doch als ich mich umdrehte war die Leiter im Nebel verschwunden und mir würden deutlich, dass ich ohne das Fernglas mit seiner starken Leistung bei diesen Sichtverhältnissen sicherlich diesen morgen ohne Anblick nach Hausen gegangen wäre.

Ähnliche überzeugende Erlebnisse hatte ich beim Nachtansitz auf den Fuchs. Zwar hatten wir einige Nächte mit schneebedeckten Feldern. Doch der Himmel wollte oft genug den Mond nicht preisgeben. Und so musste das Fernglas umso mehr Arbeit leisten, um auch weit entfernte Füchse in der Dunkelheit ausfindig zu machen.

Mein Fazit

Ganz ehrlich, mich hat das Glas überrascht. Ich habe mich bei der Vergrößerung 8x52 auf ein schweres, großes Glas eingestellt, doch so ist es schlichtweg nicht gewesen. Es ist klein, kompakt, leicht und was mir am wichtigsten ist: besonders führig, selbst mit einer Hand. Es findet neben allen anderen Dingen, die man ohnehin schon zur Pirsch mitschleppt, wunderbar seinen Platz. Ich habe das Glas bei extremen Bedingungen im Dauerschneefall genauso wie bei Graupel oder bei starkem Regen getestet und wurde nie enttäuscht, auch bei strahlendem und entgegen kommenden Sonnenstrahlen hatte ich keine Schwierigkeiten Stücke auf weite Entfernungen auszumachen und anzusprechen. Es war mir bisher nicht möglich die Grenzen des Fernglases zu finden. Ich bin voll und ganz überzeugt dass das ein Fernglas ist, welches seiner Preisklasse weit voraus ist.


Technische Details

Gewicht ca. 950g
Eintrittspupille52 mm
Austrittspupille6,5 mm
Sehfeld114 m /1000 m
Dioptrinausgleich+/- 4 dpt
Dämmerungszahl 20,4
Maße (H;B;T)175 x 140 x 60 mm
Nahbereich3,5 m
BesonderheitenHD Linsen
Phasenkorrigierte Prismen
Mehrschichtvergütung
Leichtbauweise
Herausdrehbare Augenmuscheln
Argon Gasfüllung
Wasserdicht (bis 5 m)
Made in Germany
Volkswagen Housing Design
UVP659,- €


Torben (Jagd-Team Nordschleswig)
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